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Ärzteschaft

Zahl der Belegärzte zurückgegangen

Dienstag, 24. Mai 2022

/Rido, stock.adobe.com

Berlin – In Deutschland arbeiten immer weniger Belegärzte. Das berichtet die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag. Danach gab es 2012 5.628 Belegärzte, 2022 waren es noch 4.024.

Die Fachgruppe mit den meisten Belegärzten ist die der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, die 2021 auf einen Anteil von mehr als einem Viertel kamen, gefolgt von der Chirurgie und Orthopädie sowie der Frauenheil­kunde mit rund 24 beziehungsweise elf Prozent.

Mehr als drei Viertel aller Belegärztinnen und Belegärzte haben weniger als zehn Belegbetten, nur rund sieben Prozent von ihnen verfügen über mehr als 20 belegbare Betten.

Die Bundesregierung erläutert in der Antwort, sie wolle die Ambulantisierung bislang unnötig stationär erbrachter Leistungen fördern. Durch den Ausbau multiprofessioneller, integrierter Gesundheits- und Not­fallzentren solle „eine wohnortnahe, bedarfsgerechte, ambulante und kurzstationäre Versorgung“ sichergestellt werden.

Außerdem sehe der Koalitionsvertrag vor, den ambulanten und stationären Sektor hin zu einer sektoren­übergreifenden Versorgung besser zu verzahnen. In diesem Zuge solle die ambulante Bedarfs- und stationäre Krankenhausplanung gemeinsam mit den Ländern zu einer sektorenübergreifenden Versorgungsplanung weiterentwickelt werden, so die Bundesregierung.

Die Rolle der Belegärzte sowie die Zukunft des Belegarztwesens würden in der laufenden Legislaturperiode daher „in mehrfacher Hinsicht zu diskutieren sein“, heißt es in der Antwort. © hil/aerzteblatt.de

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