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Beschäftigte von Unikliniken demonstrieren für Entlastungs­tarifvertrag

Dienstag, 24. Mai 2022

/picture alliance, Thomas Banneyer

Bonn – Hunderte Beschäftigte der sechs Unikliniken in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben wegen der hohen Belastung im Gesundheitswesen erneut für bessere Arbeitsbedingungen gestreikt. Mehr als 550 Teilneh­men­de demonstrierten nach Gewerkschaftsangaben heute in Bonn.

Sie zogen vom Eingang des Klinikums bis zum Poppelsdorfer Platz, wo am Mittag die Abschlusskundgebung stattfand. Die Demonstranten wollten damit weiter Druck auf die Arbeitgeber ausüben, um einen „Tarifvertrag Entlastung“ zu erwirken. In Bonn demonstrierten nicht nur Pflegekräfte, sondern beispielsweise auch Be­schäftigte im Krankentransport oder der Logistik.

Im seit Wochen andauernden Tarifkonflikt hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Beschäftigten er­neut zu Streiks aufgerufen. Nachdem sich lange nichts bewegt hatte, fand am 20. Mai eine erste Verhand­lungsrunde zwischen Verdi und den Vorständen der sechs Unikliniken Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Essen und Münster statt. Aber es ruckelt noch gewaltig zwischen den Parteien. „Von uns aus sollte das alles schneller gehen“, sagte Verdi-Sekretär Arno Appelhoff.

Weitere Verhandlungstage waren für den (heutigen) Dienstag sowie morgen (25.5.) und kommenden Diens­tag (31.5.) geplant. Für den morgigen Mittwoch (11 Uhr) hat Verdi zu einer Pressekonferenz ins Streikzelt am Uniklinikum Essen eingeladen, um über den Stand der Verhandlungen zu informieren.

Die Beschäftigten der sechs Unikliniken in NRW sind seit 21 Tagen im Streik für einen Tarifvertrag Entlastung. Sie fordern verbindliche Personalbemessungen für alle Arbeitsbereiche an den Kliniken und einen Belastungsausgleich für unterbesetzte Schichten. Für das Ziel gibt es auf der Arbeitgeberseite durchaus Verständnis. Allerdings fehlen am Markt weiterhin insbesondere Pflegekräfte. © dpa/aerzteblatt.de

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