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Ärzteschaft

Ärztetag: Karrieren von Ärztinnen und Ärzten mit Kindern fördern

Donnerstag, 26. Mai 2022

/Pixel-Shot, stock.adobe.com

Bremen – Der 126. Deutsche Ärztetag in Bremen hat festgestellt, dass die aktuellen Arbeits-, Weiterbildungs- und Aufstiegsbedingungen insbesondere im stationären Bereich durch die Unvereinbarkeit von Privat- und Berufsleben zum Verlust von hochqualifizierten ärztlichen Fachkräften führen.

Die Delegierten forderten deshalb sowohl Arbeitgeber als auch Ärztinnen und Ärzte in Führungsposition auf, Maßnahmen zu ergreifen, um vor allem Schwangeren, aber auch Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegenden mit Kindern realistische Karriereperspektiven zu ermöglichen.

Dafür forderten die Delegierten unter anderem die Erarbeitung von Konzepten zur sicheren Beschäftigung von Schwangeren und Stillenden in allen Weiterbildungs- und Karriereabschnitten ein sowie die Verhinde­rung von Weiterbildungslücken durch fehlende Rotationszeiten oder durch Beschäftigungsver­bote in Schwangerschaft und Elternzeit.

Sie forderten kreative Lösungen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit in allen Karriereabschnitten von der Weiterbildung bis zur Leitungsposition und die Durchsetzung des Anspruchs auf Teilzeit und Elternzeit für alle Erziehenden. Ebenfalls notwendig seien die Ausgestaltung von Leitungspositionen als Teilzeittätigkeiten und eine Kinderbetreuung, die sich an der beruflichen Realität orientiere.

Beruf und Privatleben vereinbaren

„In Zeiten von demografischem Wandel und Mangel an ärztlichem Personal können wir es uns nicht leisten, dass hochqualifizierte Ärztinnen und Ärzte aufgrund der Unvereinbarkeit von Beruf und Privatleben aus dem Erwerbsleben und der Patientenversorgung ausscheiden oder Führungspositionen nicht erreichen“, betonten die Delegierten. „Viel zu häufig stoßen jedoch Schwangere sowie Ärztinnen, Ärzte und Pflegende mit Kindern schon im Rahmen der Weiterbildung auf Barrieren, die den weiteren Karriereweg erheblich behindern.“

Insbesondere die derzeit informell bestehende Forderung nach einer ununterbrochenen Vollzeitbeschäfti­gung im Schichtdienst sowie einer uneingeschränkten Einsetzbarkeit und Erreichbarkeit als Standard der medizinischen Karriere führe zum Verlust von Arbeitskräften im stationären Sektor und verhindere, dass qualifizierte Ärztinnen und Ärzte in Führungspositionen aufsteigen. © fos/aerzteblatt.de

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