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Mehr Depressionen und Essstörungen bei Kindern

Freitag, 27. Mai 2022

/vejaa, stock.adobe.com

Berlin – Während der Coronapandemie haben Depressionen und Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen zugenommen.

Einer Analyse der DAK-Gesundheit zufolge wurden im vergangenen Jahr 36 Prozent mehr Kinder im Alter zwischen acht und neun Jahren aufgrund von Störungen sozialer Funktionen in Kliniken behandelt. Die Bild berichtete zuerst.

Bei Entwicklungsstörungen gab nach Angaben der DAK demnach ein Plus von elf Prozent. Der Anteil junger Patientinnen (zwischen 15 und 17 Jahren) mit Essstörungen stieg 2021 um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zudem kamen sie fünfmal öfter wegen Depressionen, dreimal häufiger wegen Angststörungen und 2,5-mal öfter aufgrund von emotionalen Störungen in deutsche Krankenhäuser.

Der DAK-Vorsitzende Andreas Storm sagte dazu: „Die Lage hat sich dramatisch verschärft. Der starke Anstieg bei Depressionen oder Essstörungen ist ein stiller Hilfeschrei, der uns wachrütteln muss.“

Für die DAK-Untersuchung wurden die anonymisierten Klinikdaten von 800.000 Kindern und Jugendlichen ausgewertet. Ambulante Behandlungen wurden nicht berücksichtigt. © afp/aerzteblatt.de

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