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Künstliches Mikro-Lebermodell für die Arzneimittel­forschung

Dienstag, 31. Mai 2022

/Sebastian Kaulitzki, stock.adobe.com

Bielefeld – Ein internationales Forschungskonsortium soll in den nächsten Jahren ein Mikro-Lebermodell entwickeln und durch Bildgebung untersuchen, wie die Leberzellen auf eine Kombination verschiedener Medikamente reagieren.

Die Europäische Union (EU) fördert das neue Vorhaben namens „DeLIVERY“ in den kommenden vier Jahren mit rund drei Millionen Euro. Die Universität Bielefeld leitet das Verbundprojekt. Beteiligt sind fünf weitere Projektpartner in ganz Europa, darunter das Evangelische Klinikum Bethel, das zum Universitätsklinikum Ostwestfalen-Lippe gehört.

Bekanntlich ist nicht immer vorher klar, wie Medikamente zusammen im Körper wirken. „Aus Studien wissen wir, dass etwa zehn bis 20 Prozent der Krankenhauseinweisungen von älteren Patienten darauf zurückgehen, dass ihr Körper nicht gut auf das Zusammenspiel der verschiedenen Medikamente reagiert“, sagte Thomas Huser von der Universität Bielefeld.

Huser ist Physiker und beschäftigt sich seit mehr als zwölf Jahren mit der Leber und der optischen Darstell­ung ihrer Zellen. Er koordiniert das neue EU-Projekt. „Unser Ziel ist es, eine Art Mikro-Leberkultursystem zu entwickeln und damit die Verträglichkeit von Medikamenten-Kombinationen zu testen“, erläuterte er.

Die Leberzellen sollen dabei in einer Art Mini-Brutmaschine für mindestens 14 Tage am Leben erhalten wer­den, während die Forschenden beobachten, wie die Zellen auf bestimmte Medikamente, deren Kombination und verschiedene Dosierungen reagieren. © hil/aerzteblatt.de

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