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Politik

BfArM gibt Entwarnung bei möglichen Kontrastmittel­lieferengpässen

Mittwoch, 1. Juni 2022

/pangoasis, stock.adobe.com

Berlin – Die Lieferengpässe rund um das Brustkrebsmittel Tamoxifen haben erst kürzlich deutlich gezeigt, wie fragil das System der Arzneimittelversorgung ist und wie schnell deshalb die Patientenversorgung gefährdet sein kann.

Bei einem neuen möglichen Fall hinsichtlich Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln gibt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nun aber vorerst Entwarnung.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hatte erst kürzlich darüber informiert, dass es bei bestimmten Röntgenkontrastmitteln aktuell zu Lieferengpässen kommen kann. Darüber habe die Firma GE Healthcare Buchler ihre Kunden informiert.

Der Hintergrund für die Engpässe sei mit Lieferschwierigkeiten der Kontrastmittel aus Shanghai zu erklären, so die KV Nordrhein in einer Mitteilung. Der Beirat Lieferengpässe beim BfArM habe laut KV Nordrhein zudem eine sogenannte Kritikalitätsprüfung bei unterschiedlichen Kontrastmittellieferanten eingeleitet.

Auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes erklärte das BfArM heute allerdings: „Die Sachverhalts­prüfung des BfArM lässt derzeit auf keine Lieferengpasssituationen schlussfolgern“.

Unternehmensseitig wurden entsprechende Maßnahmen eingeleitet, vor allem wurden die Vertriebswege angepasst, betonte ein Pressesprecher. Dem BfArM gegenüber seien Produktionsmengen in einem Umfang als belastbar bestätigt worden, dass von einer bedarfsgerechten Verfügbarkeit ausgegangen werden könne, hieß es darüber hinaus.

Damit gibt das BfArm bezüglich der Lieferbarkeit von Röntgenkontrastmitteln vorerst Entwarnung: „Nach erfolgter Abstimmung sowohl auf Unternehmerseite als auch mit den weiteren Akteuren kann nach aktuellem Stand also von einer kontinuierlichen Verfügbarkeit dieser Kontrastmittel ausgegangen werden.“

Für den Fall, dass es jedoch mit Kontrastmitteln trotzdem knapp werden sollte, empfehlen die Krankenkassen radiologisch tätige Arztpraxen in Nordrhein bestimmte Schritte, bevor die Ärzte auf ein alternatives Kontrast­mittel ausweichen. Sie sollen demnach etwa zunächst prüfen, ob die in der Betriebsstätte lagernde Kontrast­mittelvorräte vorerst ausreichend sind oder ob ein Ausweichen auf andere Packungsgrößen möglich ist. © cmk/aerzteblatt.de

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