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Ärzteschaft

Ärztekammer Berlin ruft zur Blutspende auf

Donnerstag, 2. Juni 2022

/Elnur, stock.adobe.com

Berlin – Die Ärztekammer Berlin (ÄKB) ruft zur Blutspende auf. Im Augenblick werde in der Stadt rund ein Drittel weniger Blut gespendet als normal. Deswegen sei die Versorgungssicherheit mit Blutkonserven akut gefährdet.

„Blut spenden rettet Leben. Wir rufen daher alle Berliner, die Blut spenden dürfen und können, auf, dies auch zu tun“, sagte Kammerpräsident Peter Bobbert.

Der Engpass hat laut der Kammer verschiedene Gründe. Zum einen sei der Bedarf an Blutkonserven in den Kliniken hoch, da aufgrund der COVID-19-Pandemie aufge­schobene Behandlungen zusätzlich zum Normalbe­trieb nachgeholt würden. Außerdem habe die Abfolge von Feiertagen und die Schönwetterperiode viele Ber­liner davon abgehalten, Blut zu spenden.

„Umfragen zeigen, dass die meisten Menschen eigentlich bereit sind, Blut zu spenden. Dennoch spenden nur etwa drei Prozent der Menschen tatsächlich ihr Blut. Es ist also wichtig, immer wieder an die lebensrettende Bedeutung von Blutspenden zu erinnern“, sagte Matthias Blöchle, Vizepräsident der Ärztekammer.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) gefährdet der demografische Wandel in Deutschland mittelfristig die Versorgung der Krankenhäuser mit Blutkonserven.

„Das Saarland, das den höchsten Anteil älterer Menschen in Westdeutschland hat, ist bereits heute auf Importe aus angrenzenden Bundesländern angewiesen, da das regionale Spendenaufkommen den Bedarf nicht decken kann“, informierte die Fachgesellschaft im vergangenen Dezember.

Die DGTI fordert daher ein bundesweites Monitoring, um das regionale Spenden­aufkommen und die Verfüg­barkeit von Blutprodukten zu erfassen. „Der jetzt eintre­tende demografische Wandel wird absehbar nicht nur zu einem regionalen, sondern auch zu einem deutschlandweiten Mangel an Blutkonserven führen“, warnte der DGTI-Vorsitzende Hubert Schrezenmeier. © hil/aerzteblatt.de

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