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Ärzteschaft

Psychotherapeuten fordern höhere Vergütung für Versorgung psychisch schwer kranker Menschen

Freitag, 3. Juni 2022

/Khunatorn, stock.adobe.com

Berlin – Mehrere Verbände von Fachärzten und Psychotherapeuten haben eine höhere Vergütung gefordert, um die Richtlinie zur koordinierten berufsgruppenübergreifenden Versorgung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen (KSVPsych-Richtlinie) umsetzen zu können.

Die Richtlinie sei ein wichtiger Schritt, die Versorgung für dieser Patienten zu verbessern, heißt es in einem entsprechenden Positionspapier des Spitzenverbands ZNS (SpiZ), der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und der Deutschen Psychotherapeuten­vereinigung (DPtV).

Das Entstehen und Aufrechterhalten eines für diese Versorgungsform notwendigen Netzverbundes müsse auskömmlich finanziert werden. Die aktuellen finanziellen Möglichkeiten im Vertragsarztbereich sind den Organisationen zufolge aus verschiedenen Gründen nicht geeignet, vernetzte und multiprofessionelle pa­tientenzentrierte Versorgung auf den Weg zu bringen.

„Durch die zu erwartende Reduzierung stationärer Behandlungen dieser Patientengruppe werden Mittel frei, die der Versorgung der Patienten in ihrem Lebensumfeld zugeführt werden müssen“, heißt es in dem Positi­ons­papier.

Ein Versorgungsbereich mit ambulantem intensivierten medizinisch-psychotherapeutischem Spektrum könne nur entstehen und wachsen, wenn die dafür erforderlichen finanziellen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Deshalb fordern die beteiligten Organisationen, dass die Leistungen der KSVPsych-Richtlinie müssen ange­messen vergütet werden. Dabei sei der besondere Schweregrad der Erkrankung der Patienten und der über die Regelversorgung hinausgehende Aufwand zu vergüten. Zudem müssten formale Umsetzungshürden der Richtlinie beseitigt werden. © hil/sb/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #672734
isnydoc
am Samstag, 4. Juni 2022, 02:13

Was ist da im Schwange?

"Durch die zu erwartende Reduzierung stationärer Behandlungen dieser Patientengruppe werden Mittel frei, die der Versorgung der Patienten in ihrem Lebensumfeld zugeführt werden müssen“ ...
Die Sorge um Versorgung auf einer Seite reduziert, führt zu einem Umfeld, das sich mehr Sorgen macht ... klingt nach einer Art Sorgerechtsvereinbarung, die wohl zu treffen wäre.
Avatar #836044
Christine Salzer
am Freitag, 3. Juni 2022, 19:39

Augenhöhe ist sicherer als jedes Katastrophisieren von Beschwerden

Mit der höheren Vergütung steigt sonst auch die Inzidenz schwerer psychischer Erkrankungen. Mit dem Sondervermögen für die Ukraine wird das Miteinander bei PTSB auch ohne Denunzianten eh schon kompliziert genug.
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