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Ärzteschaft

Neues Projekt soll Geflüchteten rasche Fortsetzung der HIV-Therapie ermöglichen

Mittwoch, 8. Juni 2022

/alexskopje, stock.adobe.com

Berlin, Bonn – Die Unterbrechung einer HIV-Therapie kann bekanntlich zu einem Anstieg der HI-Viruszahlen im Körper führen. Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft ambulant tätiger Ärztinnen und Ärzte für Infektionskrankheiten und HIV-Medizin (dagnä), die Deutsche Arbeitsgemeinschaft HIV- und Hepatitis-kompetenter Apotheken (DAH2KA) und die Deutsche AIDS-Stiftung haben daher ein Versorgungsprojekt für Geflüchtete aus der Ukraine verabredet.

Danach können die dagnä-Ärztinnen und -Ärzte an noch nicht registrierte HIV-positive Geflüchtete aus der Ukraine ohne Medikamente einmalig Privatrezepte über die notwendigen Arzneimittel ausstellen. Die HIV-Schwerpunktapotheken der DAH2KA organisieren die Distribution als Arzneimittelblister, um die Versorgung für zwei Wochen als Überbrückungshilfe zu sichern.

Die dagnä und die Deutsche AIDS-Stiftung übernehmen die entstehenden Medikamentenkosten. Falls in den Praxen auch Dolmetscherdienste für die Behandlung benötigt werden, können diese Kosten bei der Deutschen AIDS-Stiftung beantragt werden.

Die drei HIV-Organisationen rechnen mit Medikamentenkosten je Patientin beziehungsweise Patient von etwa 400 Euro. Spenden für das Medikamentenprojekt können auf das Spendenkonto der Deutschen AIDS-Stiftung erfolgen:

DE85 3705 0198 0008 0040 04, Stichworte: „HIV-Medikamente Geflüchtete Ukraine“.

„Unser Versorgungsprojekt soll in großer Not einen Ausweg bieten und rasch helfen“, erklärten Stefan Mauss, Vorstand der dagnä, und Kristel Degener, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung. Gerade bei einer HIV-Behandlung sei es wichtig, keine Unterbrechung der Therapie zu riskieren.

„Sonst besteht die Gefahr einer Resistenzbildung gegen die vorhandenen Medikamente und das Immunsystem wird weiter geschwächt“, so die Vorstände. © hil/aerzteblatt.de

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