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Ausland

USA wollen 500.000 Gesundheits­fachkräfte in Lateinamerika ausbilden

Mittwoch, 8. Juni 2022

/Chinnapong, stock.adobe.com

Los Angeles – Die USA wollen mit einer neuen Initiative 500.000 Gesundheitsfachkräfte in Lateinamerika ausbilden. Innerhalb von fünf Jahren sollen eine halbe Million Mitarbeiter geschult werden, unter anderem in den Bereichen Forschung und öffentliche Verwaltung, wie das Weiße Haus heute auf dem Amerika-Gipfel in Los Angeles mitteilte. Die 100-Millionen-Dollar-Initiative werde demnach nicht komplett von den USA finanziert, auch die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) soll Gelder beisteuern.

Der Beschluss erfolgte vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der Coronapandemie: Diese habe die vielen Schwachstellen des globalen Gesundheitssystems aufgedeckt und deutlich gemacht, wie wichtig starke Gesundheitssysteme für die gesamte Bevölkerung seien, erklärte das Weiße Haus.

Die Ankündigung erfolgte kurz bevor US-Präsident Joe Biden auf dem Gipfel erwartet wurde und einen Tag nachdem Vizepräsidentin Kamala Harris ein Investitionspaket in Höhe von 1,9 Milliarden Dollar (1,77 Milliarden Euro) für die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Mittelamerika angekündigt hatte. Mit der von Privatunternehmen investierten Summe sollen unter anderem Menschen davon abgehalten werden, aus ihren Heimatländern in Richtung USA auszuwandern.

Ebenfalls gestern hatte US-Außenminister Antony Blinken Investitionen seines Landes im Kampf gegen digitale Desinformation in Lateinamerika angekündigt. US-Präsident Joe Biden hatte den Amerika-Gipfel im Vorfeld als Chance bezeichnet, die Position seines Landes in Mittel- und Südamerika zu stärken.

Das Treffen wird allerdings vom Fernbleiben des mexikanischen Präsidenten Manuel López Obrador überschattet. López Obrador hatte seine Entscheidung vorgestern verkündet, nachdem die gastgebenden USA weder Kuba noch Nicaragua oder Venezuela eingeladen hatten. Damit wolle er gegen die seit „Jahrhunderten“ andauernde Politik der „Ausgrenzung“ protestieren, erklärte López Obrador. © afp/aerzteblatt.de

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