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Medizin

Überwiegend einheitliches NIRA+AAP-Ansprechen unter HRR-Varianten bei mCRPC

Donnerstag, 9. Juni 2022

/Sebastian Kaulitzki, stockadobecom

Chicago – Der Nutzen einer Kombination aus Niraparib plus Abirateronacetat und Prednison ist auch bei weiteren Genveränderungen im homologen Rekombinationsreparatursystem bei Patienten mit metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) jenseits von BRCA1/2 gegeben.

in der MAGNITUDE-Studie zeigten Niraparib (NIRA) plus Abirateronacetat und Prednison (AAP) bei Patienten mit metastasierendem kastrationsresistentem Prostatakrebs (mCRPC) insbesondere bei Genveränderungen im homologen Rekombinationsreparatursystem (HRR) ein Ansprechen.

Da die Datenlage bezüglich HRR-Genveränderungen jenseits von BRCA1/2 sehr dünn ist, stellte Onkologin Prof. Shahneen Sandhu vom Peter MacCallum Cancer Centre und der Universität Melbourne, nun Wirksamkeitsdaten von NIRA+AAP bei mCRPC aufgeschlüsselt nach weiteren HRR-Varianten im Vergleich zu Placebo+AAP vor (DOI: 10.1200/JCO.2022.40.16_suppl.5020).

Der primäre Studienendpunkt war das radiografische progressionsfreie Überleben (rPFS) und die sekundären Endpunkte umfassten die Zeit bis zur zytotoxischen Chemotherapie (TCC), die Zeit bis zur symptomatischen Progression (TSP), das Gesamtüberleben (OS) sowie Zeit bis zur PSA-Progression (TPSA) und Gesamtansprechrate (ORR).

Die Analyse berücksichtigte weitere Alterationen für beide Studienarme in ATM (n=85), BRIP1 (n=8), CDK12 (n=27), CHEK2 (n=38), FANCA (n=11), HDAC2 (N=5) und PALB2 (n=12).

Patienten mit PALB2- (n=8 NIRA+AAP vs. n=4 PBO+AAP) oder CHEK2- (n=18 vs. n=20) Genveränderungen zeigten eine konsistente Verbesserung über alle Endpunkte hinweg. So lagen die HR (95-%-KI) beispielsweise für CHEK2 in Bezug auf rPFS, TCC, TSP, OS und TPSA jeweils bei 0,66 (0,25, 1,75), 0,36 (0,07, 1,88), 0,54 (0,14, 2,25), 0,44 (0,12, 1,71) und 0,37 (0,14, 0,99).

Patienten mit der ATM-Variante erreichten einen Benefit in TCC (HR (95-%-KI) 0,26 (0,08, 0,80)), TSP (0,75 (0,28, 2,00), TPSA (0,73 (0,39, 1,36)) und ORR (3 (1,12, 8,13). Bei CDK12 wurden nur Vorteile hinsichtlich TPSA (0,66 (0.24, 1.80) und ORR (2,25 (0.64, 7.97) beobachtet.

Nach funktionellen Gruppen gegliedert zeigten Patienten mit einer Veränderung im HRR-Fanconi-Signalweg (z.B. BRIP1, FANCA und PALB2) sowie Patienten mit einer HRR-assoziierten Veränderung (CHEK2 oder HDAC2) eine Verbesserung in allen Endpunkten.

Somit unterstützen diese Daten die allgemeinen Schlussfolgerungen der MAGNITUDE-Primäranalyse zum Nutzen von NIRA+AAP in Patienten mit HRR-Mutationen jenseits von BRCA1/2, schlussfolgerte Sandhu. © cw/aerzteblatt.de

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