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Pflegeverband fordert Umstrukturierung im Personaleinsatz

Donnerstag, 9. Juni 2022

/dpa

Berlin/Kassel – In der Aufgabenverteilung und Qualifikation im Bereich Pflege müssten Umstrukturierungen vorgenommen werden. Dies forderte der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) gestern anlässlich seiner Fachtagung „Qualifikationsmix – neu denken“.

„Ein „Weiter so“ ist nicht zielführend – die Pflege ist gefordert jetzt Veränderungsprozesse anzustoßen und den Personaleinsatz anhand der Kompetenzen neu zu strukturieren“, sagte Wilfried Wesemann, Vorsitzender des DEVAP. Eine qualitativ hochwertige Versorgung in allen Bereichen der Pflege müsse dabei erklärtes Ziel aller Akteure in Politik und Praxis sein.

Bereits im Oktober 2020 veröffentlichte der Verband ein Strategiepapier, welches sieben Forderungen, unter anderem zum Personalaufbaukonzept, enthielt und sich an die Politik auf Bundes- und Landesebene richtete. Nun wurden die Ansprüche auf acht Punkte ergänzt.

Ein Anliegen der DEVAP ist die aus Sicht des Verbandes unzureichende Pflegeversicherung. Es solle garantiert werden, das anfallende Kosten für den pflegebedingten Aufwand vollständig übernommen würden und so eine Planungssicherheit des finanziellen Eigenanteils aller Betroffenen zu ermöglichen, so Wesemann.

Außerdem spricht sich der DEVAP für eine Anpassung und Flexibilisierung der Pflegefachkraftquote in stationären Einrichtungen aus. Daraus könne auch eine Vereinfachung und Beschleunigung von Modellen zur Übertragung ärztlicher Aufgaben auf Pflegefachpersonen und damit eine Aufwertung des Berufsbildes der Pflegefachpersonen folgen.

Zusätzlich legt der Verband eine Neuaushandlung des Professionsmix nahe – einhergehend mit einer Förderung der Netzwerkbildung und Kooperation. So könne eine stärkere Unterstützung durch delegationsfähige Tätigkeiten gewährleistet werden. Auch die Zusammenarbeit von beruflich und informell Pflegenden solle damit verbessert werden.

Wesemann plädierte dafür, dass die Pflegeassistenzausbildung bundesweit vereinheitlicht und aus staatlichen Mitteln – also der Steuerfinanzierung - finanziert werden solle. © aha/aro/aerzteblatt.de

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