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Charité koordiniert vier neue EU-Projekte

Freitag, 10. Juni 2022

/picture alliance, Christophe Gateau

Berlin – Die Charité – Universitätsmedizin Berlin wird in den nächsten Jahren vier neue europäische Forschungsprojekte leiten, die von der EU-Kommission auf den Weg gebracht wurden. Alle Forschungsvorhaben werden mit Mitteln aus dem neunten Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union „Horizon Europe“ unterstützt – für die Charité sind sie mit Förderungen von insgesamt rund sieben Millionen Euro verbunden.

Die neuen Vorhaben unter Leitung der Charité befassen sich mit Fragen der psychischen Gesundheit, einer innovativen Zelltherapie, Prognosen bei Schlaganfall und virtuellen Modellen des Gehirns. „Das ist ein sehr guter Auftakt im neu gestarteten Programm „Horizon Europe“, sagte Axel Radlach Pries, Dekan der Charité.

Konkret geht es in den Forschungsvorhaben darum herauszufinden, wie sich Klimawandel, Urbanisierung und psychosozialer Stress im Zuge der COVID-19-Pandemie langfristig auf die Gesundheit des Gehirns auswirken.

Ziel des Projektes „environMENTAL“ ist es, Interventionen zu entwickeln, die helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder aber frühzeitig einzugreifen. Dazu analysieren die Wissenschaftler Daten von mehr als einer Million europäischer Patienten. So wollen sie Gehirnmechanismen aufdecken, die mit umweltbedingten Widrigkeiten verbunden sind und zu Symptomen von Depression, Angst, Stress oder Drogenmissbrauch führen.

Wissenschaftler des Projektes „geneTIGA“ arbeiten daran, eine spezifischen Zelltherapie für IgA-Nephropathie, eine Form der chronischen Nierenerkrankung, zu finden. Ziel ist es, eine sichere und effiziente Zelltherapie, die auf zielgerichtet genetisch veränderten Abwehrzellen (T-Zellen) basiert, zu entwickeln. Dabei wollen die Forschenden drei molekularbiologische Technologien erproben und neue Standards für die Sicherheitsbewertung entwickeln. Am Ende soll ein möglicher Kandidat einer spezifischen Zelltherapie stehen – sozusagen ein „lebendes Arzneimittel“, das als einmalige Behandlung für IgAN und ähnliche Erkrankungen klinisch erprobt werden soll.

Im Projekt „VALIDATE“ geht es um eine verbesserte Versorgung von Patienten mit akutem Schlaganfall – und zwar mithilfe von maschinellem Lernen (ML) und künstlicher Intelligenz (KI). Die Forscher wollen die KI-Prognoseinstrumente für die Schlaganfallversorgung entwickeln, erproben und die Ergebnisse anschließend überprüfen. Ziel ist es, Behandlungsentscheidungen bei akutem Schlaganfall sicherer, schneller und genauer treffen zu können.

Das Projekt „eBrain-Health“ hat das Ziel, eine dezentrale, datenschutzkonforme Forschungsplattform zu entwickeln, die komplexe neurobiologische Phänomene des Gehirns simuliert. Die dabei entstehenden digitalen Zwillinge des Gehirns sollen die Basis für weitere innovative Forschungsprojekte schaffen, um Mechanismen von Gehirnfunktion und Erkrankungen besser zu verstehen, Diagnose und Vorhersage von Erkrankungen zu verbessern und Therapien anhand des virtuellen Gehirns zu optimieren. © hil/sb/aerzteblatt.de

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