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Umfrage bei Ärzten und Patienten: Digitalisierung ist noch ausbaufähig

Freitag, 10. Juni 2022

/iconimage, stockadobecom

Berlin – Im Bereich der Digitalisierung sehen 60 Prozent der Ärztinnen und Ärzte deutlichen Nachholbedarf. So zeigen es die Ergebnisse einer Umfrage des Doctolib Unternehmens, welches heute in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut GIM den Digital Health Report veröffentlichte.

Auch wenn die Digitalisierung, vorangetrieben durch die COVID-19-Pandemie, Einzug in deutsche Arztpraxen halte, gebe es noch immer einige Bereiche, in denen sie ausbaufähig ist, zeigen die Ergebnisse der Umfrage. Der Wunsch nach mehr Flexibilität und Zeitersparnis steht dabei für die befragten Patientinnen und Patienten an oberster Stelle. Besonders die digitale Terminbuchung ist von 70 Prozent der Befragten erwünscht. Auch das Bestellen eines Rezeptes mit 60 Prozent und die digitale Befundübermittlung mit 55 Prozent werden zu den wichtigsten Tools gezählt.

Die Videosprechstunde gewann 2019 durch den Beginn der Coronapandemie an Bedeutung und wurde laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) von etwa 31.000 Ärzten angeboten. Laut der Umfrage von Doctolib und GIM bieten nur 30 Prozent der Ärzte Videosprechstunden an, oder planen dies zu tun.

Immerhin neun Prozent ihres Gesamtbudgets wollen die befragten Ärzte in den nächsten zwei Jahren in die weitere Digitalisierung ihrer Praxis investieren. Mehr als die Hälfte der befragten Ärztinnen und Ärzte würde gerne mehr investieren, jedoch würden hierfür weitere finanzielle Mittel fehlen.

Währenddessen warten aber viele Ärzte in ländlichen Regionen immer noch auf den Ausbau des Internet. Dieser ist auch einer der drei Wünsche, die von den befragten Ärzten an die Politik gerichtet werden. Neben dem Internetausbau nannten sie auch finanzielle Hilfen und Subventionen und eine Verbesserung der IT-Sicherheit und des Datenschutzes.

Generell verdeutlicht die Umfrage die wahrgenommene Diskrepanz zwischen dem Potenzial, welches Ärzte in digitalen Angeboten – wie digitaler Befundübermittlung und digitaler Kommunikation mit anderen Gesundheitsfachkräften – sehen und der tatsächlichen Nutzung solcher Angebote. © aro/aha/aerzteblatt.de

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