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Medizin

ECDC: BA.4 und BA.5 werden sich in Europa durchsetzen

Dienstag, 14. Juni 2022

/niphon, stock.adobe.com

Stockholm – Während eine erneute Coronawelle durch die Variante BA.5 in Portugal ihren Höhepunkt bereits erreicht hat, steigt in anderen europäischen Ländern der Anteil der Infektionen durch die Varianten BA.4 und BA.5. Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) in Stockholm rechnet für die nächsten Wochen mit einem Anstieg der Erkrankungen.

Die Varianten BA.4 und BA.5, die im Januar und Februar 2022 zuerst in Südafrika beobachtet wurden, erreichten bereits im März Europa. Zuerst stiegen die Fallzahlen in Portugal. Dort verdrängte BA.5 in den folgenden Wochen die anderen Varianten von Omikron. Ende Mai 2022 wurden rund 87 % der Infektionen von BA.5 ausgelöst.

Inzwischen scheint ein Gipfel erreicht. Laut einem Bericht der portugiesischen Gesundheitsbehörde vom letzten Freitag sinken die Zahlen in den meisten Regionen des Landes wieder. Auch auf den Intensivstationen deutet sich eine Entspannung an.

Aus anderen europäischen Ländern, darunter Deutschland und den benachbarten Ländern Belgien, Dänemark, Frankreich, Niederlande und Österreich, werden dagegen steigende Zahlen gemeldet.

In Deutschland lag der Anteil von BA.4 und BA.5 in Woche 21 erst bei 2,1 % beziehungsweise 10,0 %, in Belgien waren es in Woche 21/22 bereits 7,5 % und 19 %, in den Niederlanden in Woche 20 5 % und 8 %.

Das ECDC geht davon aus, dass die beiden Varianten in den nächsten Wochen den gesamten EU/EWR-Raum dominieren werden, was wahrscheinlich zu einem Anstieg der COVID-19-Fälle führen werde. Bisher gebe es aber keine Hinweise darauf, dass BA.4 und BA.5 zu schwereren Erkrankungen führen. Dennoch müsse bei einer Zunahme der COVID-19-Fälle auch mit einem Anstieg der Krankenhauseinweisungen, Intensivbehandlungen und Todesfälle gerechnet werden. In Portugal waren hauptsächlich über 60-Jährige betroffen. © rme/aerzteblatt.de

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