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Mammografie­screening: Höhere Teilnahmequote in Sachsen-Anhalt

Mittwoch, 15. Juni 2022

/dpa

Magdeburg – Im vergangenen Jahr sind in Sachsen-Anhalt wieder etwas mehr Frauen ihrer Einladung zur Brustkrebsvorsorge gefolgt. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) in Magdeburg mit. Die Teilnahmequote am Mammografiescreening hat demnach 52,1 Prozent betragen nach 48,7 Prozent im Vorjahr.

Entsprechend seien im vergangenen Jahr 94.762 Frauen bei der Vorsorge gewesen. Dennoch sei das Vor-Pan­demie-Niveau noch nicht wieder erreicht worden. 2011 hatte die Quote noch bei 67 Prozent gelegen, 2019 ließen sich noch knapp 53 Prozent der eingeladenen Frauen untersuchen.

In Sachsen-Anhalt ist der KVSA zufolge in den Jahren 2015 bis 2019 im Vergleich zu den anderen Bundeslän­dern eine hohe Teilnahmequote erreicht worden. „Ziel muss sein, die Teilnahmequote beim Mammografie­screening perspektivisch wieder zu steigern“, erklärte die KV. Allerdings sei auch nicht klar, ob die Frauen der Mammografie aufgrund der Coronapandemie ferngeblieben seien.

2021 habe es keine coronabedingten Ausfälle seitens der Anbieter gegeben. Sofern Frauen die Teilnahme we­gen einer eigenen Erkrankung oder Quarantäne absagen mussten, konnten und könnten nun auch weiterhin neue Termine vereinbart werden. Im ersten Coronajahr 2020 waren Einladungen und Untersuchungen zeit­weise ausgesetzt worden.

Die Leiterin der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse Sachsen-Anhalt, Steffi Suchant, erklärte: „Auch wenn die Zahlen während der Coronapandemie leicht zurückgegangen sind, Früherkennungsuntersuchungen werden nach wie vor in Sachsen-Anhalt überdurchschnittlich oft wahrgenommen.“ Je früher Krankheiten erkannt würden, umso größer seien die Heilungschancen.

Aber auch bei Früherkennungsuntersuchungen könne es zu Fehlern und falschen Befunden kommen. Wichtig seien Informations- und Aufklärungsangebote, damit die Versicherten eigenverantwortlich eine persönliche Entscheidung treffen können, ob sie die Vorsorgeangebote nutzen möchten.

Zum Mammografiescreening werden alle Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren jedes zweite Jahr einge­laden. Damit soll die Zahl der Brustkrebs-Todesfälle gesenkt werden. Zudem soll den betroffenen Frauen eine möglichst schonende Behandlung ermöglicht werden. Brustkrebs ist bei Frauen mit Abstand die häufigste Krebserkrankung. © dpa/aerzteblatt.de

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Leppid
am Donnerstag, 16. Juni 2022, 10:32

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Nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) sind 9,5 % der Kinder und Jugendlichen (3–17 Jahre) übergewichtig, 5,9 % sind adipös. Das entspricht etwa 2 Mio. übergewichtigen und ca. 800.000 adipösen Kindern. Zahlreiche Studien weisen seit Jahrzehnten auf den Zusammenhang zwischen einer unnatürlichen Ernährung mit industriell stark verarbeiteten Fertigprodukten und der Entwicklung von Übergewicht hin. Eine Ernährungswende ist somit keine ernährungsmedizinische sondern eine politische Aufgabe. Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem!
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