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Ärzte ohne Grenzen: Hunger und COVID-19 prägen Arbeit

Mittwoch, 15. Juni 2022

/mantinov, stock.adobe.com

Berlin – Die alarmierende Zahl mangelernährter Menschen etwa in Ostafrika oder Afghanistan bereitet der Organisation Ärzte ohne Grenzen Sorgen. Auch die COVID-19-Pandemie prägt die Arbeit weiterhin. Darauf machte die Organisation heute anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichtes 2021 aufmerksam.

„Die COVID-19-Pandemie und die ungerechte Verteilung von Impfstoffen und Medikamenten zählten auch 2021 weiterhin zu den wichtigsten Themen“, erläuterte Amy Neumann-Volmer, Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen Deutschland.

Endlich habe es einen Impfstoff gegen Corona gegeben, doch die Verteilung der Dosen sei von Beginn an un­gerecht gewesen, betonte sie. Die Pandemie sei erst beendet, wenn alle Menschen einen wirksamen Schutz gegen die Erkrankung erhalten hätten.

Zudem berichten Teams von Ärzte ohne Grenzen von einer der schlimmsten Dürreperioden seit Jahrzehnten in Ostafrika – diese führe zu Ernteausfällen und zu einer Dezimierung der Viehbestände. In der Hoffnung auf Nah­rungsmittel, sauberes Wasser, sichere Unterkünfte und Gesundheitsversorgung seien Hunderttausende in die Städte gezogen oder in Lager für Binnenvertriebene geflohen, sagte Christian Katzer, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Deutschland.

Auch in der Ukraine ist die Nothilfeorganisation seit Beginn des Krieges verstärkt im Einsatz. Unter anderem versorgt Ärzte ohne Grenzen Menschen in mobilen Kliniken in und um Charkiw, außerdem wurden Züge für medizinische Zwecke umgebaut, um Patientinnen und Patienten zu evakuieren. Eine wachsende Aufgabe sei derzeit die psychologische Betreuung traumatisierter Menschen, so die Organisation.

Neben den Einsatzgebieten wurden auch die Spendeneinnahmen des Jahres 2021 veröffentlicht. Die Gesamt­einnahmen betrugen 216 Millionen Euro – der überwiegende Teil kam aus privaten Spenden und Zuwendun­gen (210 Millionen Euro).

Das war nahezu so viel wie im bisher spendenstärksten Jahr 2020, in dem 216,6 Millionen Euro an die Nothil­feorganisation gespendet wurden. Die Ausgaben lagen im vergangenen Jahr bei 232,5 Millionen Euro, 88,9 Prozent davon flossen direkt in die Projekte in den Einsatzländern. © aro/aha/aerzteblatt.de

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