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Ernährungskompetenz junger Familien soll gestärkt werden

Mittwoch, 15. Juni 2022

/fizkes, stock.adobe.com

Berlin – Junge Familien in belasteten Lebenslagen in gesundem Essverhalten zu unterstützen, ist das Ziel einer Zusammenarbeit des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Zentrale Maßnahmen sind die Entwicklung und Verbreitung neuer zielgruppenspezifischer E-Learning-Module für die Lernplattform „Frühe Hilfen“ des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH).

„Die neuen E-Learning-Module zur Ernährung ergänzen die Lernplattform des NZFH um diesen Bereich. Da­durch erweitern wir die Angebote zur Online-Qualifizierung von Fachkräften und Freiwilligen in den Frühen Hilfen, unterstützen Fortbildungen und geben neue didaktische Impulse“, erklärte Martin Dietrich, Kommis­sarischer Direktor der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Durch qualitätsgesicherte Angebote zur Ernährungsbildung und zum Zusammenspiel von Ernährung und El­tern-Kind-Bindung würden Fachkräfte in den Frühen Hilfen in die Lage versetzt, belasteten Familien wichtige Kompetenzen für ihren Ernährungsalltag zu vermitteln.

Das E-Learning-Angebot werde aus einem Basismodul zur Ernährungskompetenz und einem Spezialmodul zur Ernährung von Säuglingen bestehen. Ergänzend würden Präsenzveranstaltungen angeboten, so das BMFSFJ und das BMEL.

„Es ist wichtig, dass Kinder von klein auf lernen, gesund zu essen, denn einmal eingeübtes Verhalten zu än­dern, fällt später immer schwer. Wir wollen daher Ernährungskompetenz dort vermitteln, wo sie besonders wirksam sein kann: in der Beratung und Unterstützung junger Familien mit kleinen Kindern“, betonte Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatssekretärin im BMFSFJ.

Mit der neuen Kooperation soll laut den Ministerien Fachwissen zum Wohl junger Familien gebündelt werden. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) bringe fachliche Kompetenz zur Ernährungsbildung sowie ein breites Akteursnetzwerk ein und das NZFH seine Strukturen mit etablierten Zugangswegen zur Zielgruppe der jungen Familien.

Gefördert würde die Kooperation durch das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugend­liche“ der Bundesregierung durch die Bundesstiftung Frühe Hilfen, so Hanns-Christoph Eiden, Präsident der BLE. © aro/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #746965
Leppid
am Donnerstag, 16. Juni 2022, 10:33

Die Politik ist gefragt

Nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) sind 9,5 % der Kinder und Jugendlichen (3–17 Jahre) übergewichtig, 5,9 % sind adipös. Das entspricht etwa 2 Mio. übergewichtigen und ca. 800.000 adipösen Kindern. Zahlreiche Studien weisen seit Jahrzehnten auf den Zusammenhang zwischen einer unnatürlichen Ernährung mit industriell stark verarbeiteten Fertigprodukten und der Entwicklung von Übergewicht hin. Eine Ernährungswende ist somit keine ernährungsmedizinische sondern eine politische Aufgabe. Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem!
Dr. F.-W. Dippel, Hohen Neuendorf
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