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Medizin

NMIBC mit hohem Risiko: Neue Kombination aus Tislelizumab plus nab-Paclitaxel möglich

Donnerstag, 16. Juni 2022

/Africa Studio AdobeStock.com

Chicago – Die Kombination aus Tislelizumab plus nab-Paclitaxel könnte eine neuartige Behandlungsoption bei nicht-muskelinvasivem Urothelkarzinom (NMIBC, Non-muscle-invasive Bladder Cancer) mit hohem Risiko werden. Zu diesem Schluss kommen Forschende aus China in einer Studie, die sie beim ASCO 2022 vorgestellt haben (doi: 10.1200/JCO.2022.40.16_suppl.4507).

Invasive Tumoren, die durch TURBT (transurethral resection of bladder tumors) nicht vollständig resezierbar sind, werden meistens einer radikalen Zystektomie unterzogen. Um solche Eingriffe zu vermeiden, wird derzeit an weiteren medikamentösen Optionen geforscht. Die KEYNOTE-057-Studie zeigte beispielsweise, dass NMIBC mit hohem Risiko von einer Monotherapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren unter akzeptablen Sicherheitsprofil profitieren können.

Inwiefern das Ansprechen der PD-1/PD-L1-Inhibition in Kombination mit einer Chemotherapie bei NMIBC-Punkten gesteigert werden kann, ist derzeit noch unklar. Daher untersuchten HaiTao Wang von der Tianjin Medical University in China und sein Team die Kombination aus Tislelizumab (Anti-PD-1) in Kombination mit NAB-Paclitaxel bei nicht-muskelinvasivem Urothel-Blasenkarzinom mit hohem Risiko in einer offenen, einarmigen Phase-II-Studie (TRUCE-02, NCT04730232).

Es wurden Patienten mit unvollständig reseziertem Tumor nach TURB eingeschlossen, die Tislelizumab 200 mg an den Tagen 1 plus Paclitaxel 200 mg an den Tagen 2 alle 3 Wochen (Q3W) über 3 oder 4 Zyklen erhielten. Der primäre Endpunkt war ein vollständiges Ansprechen (CR), das heißt, dass der nicht-muskelinvasive Blasenkrebs verschwunden war oder aber die Erkrankung nicht mehr fortschritt. Zudem wurden die Sicherheit bewertet und Analysen zur PD-L1-Expression und zu onkogenen Treibermutationen durchgeführt.

Vollständiges Ansprechen bei fast 60 % der Betroffenen

42 der 56 Teilnehmenden haben 3 oder 4 Behandlungszyklen abgeschlossen. Nach einem medianen Follow-up von 9 Monaten (3-16 Monate) erreichten 23 Patienten eine CR (56%, 95%-Konfidenzintervall (CI) 43,6% und 74,4%). Die objektive Ansprechrate (ORR) lag bei 60% (N=25/42, 95%-CI 45,2% und 74,8%). Als sekundärer Endpunkt erzielten 33 Patienten eine zystektomiefreie Erkrankung (78,6%, 95% CI, 66,2% und 91%).

Die Häufigsten Nebenwirkungen (Grad 1 und 2) waren Alopezie (82%), Fatigue (44%), Erythra (25%) und Fieber (23%). Die Nebenwirkungen der Grade 3-4 wurden nur bei einem Patienten verzeichnet.

Tislelizumab plus nab-Paclitaxel stelle eine neuartige Behandlungsoption mit einer klinisch relevanten Reduktion der Tumorgröße mit akzeptablem Sicherheitsprofil dar, so das Fazit von Wang. Dieses Regime sei ein vielversprechender Ansatz zur Reduktion von Zystektomien.

Der PD-L1-Expressions-Status hatte keine Effekte auf das Therapieansprechen, ergänzte Wang. Allerdings gebe es Hinweise darauf, dass onkogene Treiber wie HRR-Mutationen (homologe Rekombinationsreparatur) prognostisch relevant sein könnten, ähnlich wie AR (Androgenrezeptor) und TCF7L2 als Marker für Non-responder. © cw/aerzteblatt.de

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