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Medizin

Temperaturerhöhung steigert kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität

Freitag, 17. Juni 2022

Verschwitzter Mann fasst sich auf die Brust/iammotos, stock.adobe.com
/iammotos, stock.adobe.com

Adelaide – Ein Temperaturerhöhung von einem Grad könnte zu einem Anstieg von Todesfällen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Lancet Planetary Health veröffentlichte Metaanalyse (DOI: 10.1016/S2542-5196(22)00117-6 ).

Durch den Temperaturanstieg erhöhte sich das Mortalitätsrisiko durch kardiovaskuläre Erkrankungen um 2,1% (relatives Risiko (RR) 1,021 [95%- Konfidenzintervall (CI) 1,020–1,023]). Vor allem für Schlaganfälle stieg das Risiko mit 3,8% (RR 1,038 [95%-CI 1,031–1,045]) deutlich an, gefolgt von der koronaren Herzkrankheit (KHK) mit 2,8% (RR 1,028 [95%-CI 1,020–1,036]).

Neben der Mortalität stieg auch die Morbidität um 0,5% bei einer Temperaturerhöhung von einem Grad. Am meisten beeinflusste die Temperatur die Morbidität durch das Risiko für einen Herzstillstand außerhalb des Krankenhauses (RR 1,021 [95%-CI 1,010–1,032]).

Die Forschenden untersuchten zudem den Einfluss von Hitzewellen. Sie erhöhten die Gesamtmortalität um 11,7% (RR 1,117 [95%-CI 1,093–1,141]). In steigender Intensität der Hitzewelle konnte die Gesamtmortalität auf fast 19 % anstieigen (RR 1,189 [95%-CI 1,109–1,269]).


Besonderes Risiko besteht den Forschenden zufolge für Frauen, Menschen über 65 Jahre, in tropischen Klimazonen Lebende und Menschen aus Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen, definiert nach Daten der Weltbank.

Das Team schloss 266 Artikel zwischen Januar 1990 und März 2022 in die Studie ein. Die Publikationen untersuchten Gruppen, die entweder hohen Temperaturen im Vergleich zu jeweiligen Referenzwerten oder Hitzewellen ausgesetzt waren.

Die Forschenden weisen allerdings darauf hin, dass mögliche Faktoren der jeweiligen Klimazone aufgrund der heterogenen Studienlage nicht berücksichtigt wurden. © mim/aerzteblatt.de

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