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Politik

Rehaverbände warnen vor Kliniksterben

Montag, 20. Juni 2022

/karelnoppe, stock.adobe.com

Berlin – Die Spitzenverbände der Rehaleistungserbringer haben in einem Schreiben an die Gesundheits- und Sozialpolitiker in Bund und Ländern auf massive wirtschaftliche Probleme vieler Rehakliniken hingewiesen. „Vielen deutschen Reha-/Vorsorgeeinrichtungen droht das wirtschaftliche Aus“, warnt die Arbeitsgemeinschaft Medizinische Rehabilitation (AG MedReha) darin.

In den bisherigen zweieinhalb Coronajahren seien die Belegungszahlen der Einrichtungen AG deutlich zurück­gegangen, zeitweise um bis zu 40 Prozent. Auch weiterhin gebe es viele Ausfälle bei der Belegung. Meldungen aus den Einrichtungen zeigten zudem jedoch keinen „Nachholeffekt“ bei der Reha, sondern einen zumindest längerfristigen Rückgang, schreibt die AG.

Es sei daher unter anderem nötig, die bestehenden Coronahilfen mindestens bis zum Ende des Jahres zu ver­längern und nicht wie geplant Ende Juni auslaufen zu lassen. Außerdem fordert die AG einen Inflationszu­schlag auf die bestehenden Vergütungssätze.

„Eine solche Regelung ist erforderlich, da die Einrichtungen anders als in anderen Branchen ihre Vergütungs­sätze nicht anpassen können, da diese für ein Jahr gelten und es außerhalb der festgelegten Termine keine Budgetverhandlungen mit den Kostenträgern gibt“, begründet die AG MedReha die Forderung.

Sie rechnet vor, dass die Maßnahmen die Sozialversicherung nicht über Gebühr belasten würde – die gesetz­liche Krankenversicherung habe in den Jahren 2020 und 2021 für Reha und Vorsorge rund eine Milliarde weniger ausgegeben als im Jahr 2019, die Deutsche Rentenversicherung rund 500 Millionen Euro weniger.

„Wenn jetzt wenigstens ein Teil dieser Einsparungen zur Existenzsicherung der Kliniken verwendet wird, entsteht also keine Mehrbelastung“, schreibt die AG. © hil/aerzteblatt.de

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