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Ausland

Einigung zu EU-Grenzwerten für gefährliche Chemikalien erzielt

Dienstag, 21. Juni 2022

/kosmos111, stock.adobe.com

Brüssel – In der Europäischen Union (EU) sollen neue Grenzwerte für bestimmte besonders schädliche Che­mikalien in Abfällen eingeführt werden. Darauf einigten sich Vertreter des Europaparlaments und der Regie­rungen der EU-Mitgliedstaaten, wie der französische EU-Ratsvorsitz heute Morgen mitteilte.

Konkret geht es um persistente organische Schadstoffe. Dies sind Chemikalien, die besonders langlebig sind, sich in Organismen und damit der Nahrungskette anreichern und schädliche Wirkungen auf Mensch und Tier zeigen.

Nach Angaben der Kommission werden persistente organische Schadstoffe (POP) zwar eigentlich nicht mehr in neuen Produkten verwendet. Sie können aber noch immer in Abfällen aus einigen Konsumgütern wie was­serdichten Textilien, Möbeln, Kunststoffen und Elektronikgeräten nachgewiesen werden.

Neue Grenzwerte soll es den EU-Angaben zufolge nun unter anderem für Perfluor­octansäure (PFOA) geben, deren Salze und verwandte Verbindungen sich zum Beispiel in wasserdichten Textilien und Löschschaum finden.

Die Einigung muss nun noch formell vom Rat der Mitgliedstaaten und vom Plenum des Parlaments gebilligt werden. Dies gilt aber als Formalie. © dpa/aerzteblatt.de

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