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Ärzteschaft

Notfalldatensatz auf elektronischer Gesundheitskarte wenig genutzt

Dienstag, 21. Juni 2022

/picture alliance, Zoonar, stockfotos-mg

Berlin – Wichtige persönliche Informationen etwa zu Allergien, Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) können im Notfall therapieentscheidende Hinweise geben. Aber viele Versicherte wissen offenbar nicht, dass Notfalldaten auf der Karte gespeichert werden können.

Insgesamt wurden laut der Gematik bis Ende September 2021 knapp 500.000 Notfalldatensätze von nieder­gelassenen Vertragsärzten angelegt. Die Organisation wirbt daher zusammen mit der Bundesärztekammer (BÄK), der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) und weiteren Partnern für die Speicherung von Notfall­daten auf der Karte.

„In Rettungsstellen kommt es jeden Tag zu Situationen, in denen Patientinnen und Patienten aus unterschied­lichen Gründen nicht zur Anamnese beitragen können – zum Beispiel aufgrund von Schmerzen, demenziellen Erkrankungen, Drogenabusus oder Sprachbarrieren“, erläuterte BÄK-Präsident Klaus Reinhardt. Mit einem Not­falldatensatz auf der Gesundheitskarte wären Ärzte mit einem Blick unter anderem über mögliche Vorerkran­kungen und Medikationen informiert.

Der Notfalldatensatz umfasst wichtige medizinische Informationen, auf die Ärzte, Psychotherapeuten sowie Apotheker zugreifen können, um einem Patienten im Notfall zu helfen. Zu diesen Informationen gehören Vor­erkrankungen, die dauerhafte Einnahme von Medikamenten oder eine Unverträglichkeit gegen Arzneimittel, vorhandene Implantate oder eine Schwangerschaft.

Auch die Kontaktdaten behandelnder Ärzte und ein privater Notfallkontakt lassen sich hinterlegen. „Diese Notfalldaten würden wir uns bei jeder Patientenaufnahme wünschen“, sagte Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzen­der der DKG.

Wer seine Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte hinterlegen will, kann sich dazu an seinen Arzt oder seine Ärztin wenden. Sie speichern nach einem Aufklärungsgespräch die Informationen auf der Karte. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #760232
penangexpag
am Donnerstag, 23. Juni 2022, 19:42

Am Wollen des Patienten liegt es nicht

Bei sämtlichen von mir angesprochenen Praxen - ob sie meine bei ihnen vorliegenden Patientendaten auf mein Chipkarte speichern würden - wurden "entsetzt die Hände gehoben" . So mein Eindruck , jedenfalls konnte oder wollte keine Praxis die Speicherung durchführen.
Avatar #760388
Helen Maaß
am Dienstag, 21. Juni 2022, 19:02

Für den Bereich der PKV

Gibt es die DoctorBox. Das ist aber eine zweite Karte, und die muss der Rettungsdienst dann erst einmal auslesen! Wenn die Daten doch (auch) auf der Versichertenkarte der privaten Krankenversicherung gespeichert werden könnten!
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