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Schwangerschafts­abbruch: Niederlande streichen Bedenkzeit

Mittwoch, 22. Juni 2022

/Parilov, stock.adobe.com

Den Haag – Das niederländische Parlament hat ein Gesetz angenommen, mit dem die fünftägige Bedenkfrist für Frauen vor einem Schwangerschaftsabbruch gestrichen werden soll.

Die Mehrheit der Abgeordneten und Senatoren sei der Ansicht, dass „die Abschaffung der obligatorischen Bedenk­zeit der Autonomie der Frauen und ihrem Recht auf Selbstbestimmung gerecht wird“, erklärte das Oberhaus gestern. Zuvor hatte das Unterhaus den Entwurf bereits verabschiedet.

Christliche, konservative und rechtsgerichtete Parteien hatten dagegen gestimmt. Die Neuerung stehe im Widerspruch zum Recht auf ungeborenes Leben, argumentierten sie.

Der Senat verwies in seiner Erklärung jedoch auf die Initiatoren des Gesetzentwurfs, wonach „verschiedene Studien zeigen, dass Frauen und Ärzte durchaus in der Lage sind, eine wohlüberlegte und sorgfältige Ent­scheidung zu treffen, auch ohne eine verbindliche Mindestberatungszeit“.

Die Gesetzesänderung soll im Januar 2023 in Kraft treten. Abtreibungen sind in den Niederlanden seit 1984 legal. Sie sind offiziell bis zur 24. Schwangerschaftswoche erlaubt, die meisten Ärzte nehmen sie jedoch nur bis zur 22. Woche vor. © afp/aerzteblatt.de

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