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Vermischtes

Homeoffice reduziert Konflikte von Beruf und Familie

Mittwoch, 22. Juni 2022

/Syda Productions, stock.adobe.com

Wiesbaden – Homeoffice kann einer Untersuchung zufolge Konflikte zwischen Beruf und Familie verringern – insbesondere bei ausgiebiger Nutzung.

„Homeoffice wirkt vor allem dann konfliktmindernd, wenn nicht nur ein kleiner Teil, sondern die meiste Zeit des Arbeitspensums zuhause erledigt wird“, heißt es in der heute veröffentlichten Untersuchung eines inter­nationalen Forscherteams um die Soziologin Inga Laß vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB).

Beschäftigte mit großzügiger Homeofficenutzung verfügten über eine bessere Kontrolle ihrer Arbeitszeit und gewännen durch reduzierte Pendelwege mehr Zeit für die Familie. Allerdings würden diese Vorteile teilweise dadurch zunichte gemacht, dass Homeoffice auch Arbeit zu Randzeiten und am Wochenende begünstige.

Laut der Studie (Work, Employment and Society 2022, DOI: 10.1177/09500170221082474) profitieren Mütter stärker von der Büroarbeit in den eigenen vier Wänden als Väter. „So nutzen Mütter den Zugewinn an Flexibi­lität und die eingesparte Pendelzeit häufiger als Väter auch dafür, familiären Anforderungen gerecht zu wer­den“, erläuterte Laß.

Eine starke Homeofficenutzung habe aber auch einen konfliktreduzierenden Effekt für Väter, der sich positiv auf das Wohlbefinden, die Erwerbsbeteiligung und das Familienleben auswirke.

Die Forscher werteten Umfragedaten aus Australien und Deutschland aus – allerdings jeweils aus der Zeit vor der Coronapandemie. Die Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass großzügige Homeofficeregelungen bis zum Beginn der Pandemie nur einem kleinen Teil der Beschäftigten vorbehalten waren.

Das Resümee der Studie: „Eine neue Balance zwischen Präsenz und Homeoffice mit verstärkter Homeoffice-Nutzung nach der Pandemie könnte vielen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie spürbar erleich­tern.“ © kna/aerzteblatt.de

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