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Ausland

„Sea-Eye 4“ bringt gerettete Migranten nach Sizilien

Donnerstag, 23. Juni 2022

/picture alliance, ANSA, CARMELO IMBESI

Rom – Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye darf mehr als 470 im Mittelmeer gerettete Bootsmigranten nach Sizilien bringen. Die italienischen Behörden wiesen der „Sea-Eye 4“ den Hafen in Messina zu, wie eine Organisationssprecherin gestern bestätigte.

Die freiwilligen Helfer retteten die Menschen in mehreren Einsätzen. Zwischenzeitlich evakuierte die italie­nische Küstenwache einige von ihnen wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes. Manche waren schon mehr als eine Woche auf See.

Zudem wartet noch die Crew des deutschen Schiffes „Sea-Watch 4“ auf einen sicheren Hafen. An Bord befin­den sich etwas mehr als 310 Menschen, wie Sea-Watch gestern auf Twitter schrieb. In der vorangegangenen Nacht evakuierte die Behörden einen Menschen wegen „lebensbedrohlicher Gesundheitsprobleme“.

Die Menschen machen sich meist von Nordafrika per Boot auf in Richtung EU. Immer wieder geraten über­füllte und untaugliche Boote in Seenot. Im Hauptankunftsland Italien ist das Thema um die Bootsmigranten politisch umstritten. Rechte Politiker werfen den privaten Organisationen vor, mit den Schleppern zu koope­rieren.

Die Organisationen beklagen immer wieder, lange auf einen sicheren Hafen warten zu müssen, um die Menschen dort an Land bringen zu können. © dpa/aerzteblatt.de

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