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Immer mehr junge Menschen konsumieren Cannabis

Donnerstag, 23. Juni 2022

/fotoninoze, stock.adobe.com

Berlin – Immer mehr junge Menschen in Deutschland konsumieren Cannabis. Das ergab eine heute in Berlin veröffentlichte Analyse der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung (BZgA). Demnach hat mehr als die Hälfte (50,8 Prozent) der 18- bis 25-Jährigen bereits mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert. Vor fünf Jahren lag der Anteil bei 35,8 Prozent.

Bei den 12- bis 17-Jährigen gaben 9,3 Prozent an, die Rauschdroge schon einmal probiert zu haben, wie es anlässlich des Weltdrogentages am 26. Juni weiter hieß.

Der Konsum von Cannabis könne die Entwicklung des Gehirns im Jugendalter beeinträchtigen, warnte der kommissarische BZgA-Direktor Martin Dietrich. Er sehe den Anstieg beim Cannabiskonsum mit großer Sorge. „Je früher Cannabis konsumiert wird, desto riskanter.“ Die gesundheitlichen Risiken dürften nicht klein geredet werden, so Dietrich.

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert (SPD), unterstrich die von der Ampelkoalition geplante Legalisierung von Cannabis. Die kontrollierte Cannabisabgabe an Erwachsene werde es leichter machen, offen und ehrlich über dieses Thema zu sprechen. Blienert forderte Familien, Schulen und Vereine auf, über die gesundheitlichen Folgen von Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum aufzuklären.

Der Alkoholkonsum junger Menschen ist der Untersuchung zufolge rückläufig. Mindestens einmal wöchent­lich tränken 8,7 Prozent der Jugendlichen (12 bis 17 Jahre) Alkohol. Vor zehn Jahren lag diese Zahl 5,5 Prozent­punkte höher.

Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren ist der Anteil regelmäßiger Alkoholtrinker gesun­ken: Lag er im Jahr 2011 bei rund 40 Prozent, sind es aktuell 32 Prozent. Auch das Rauschtrinken in beiden Altersgruppen hat abgenommen. Einen möglichen Grund hierfür sieht die Bundeszentrale in weniger Kon­sumanlässen durch die Pandemie.

Die Raucherquote liegt stabil auf einem historisch tiefen Stand: 6,1 Prozent der Jugendlichen und 29,8 Pro­zent der jungen Erwachsenen gaben im vergangenen Jahr an, ständige oder gelegentliche Zigarettenraucher zu sein. Vor zehn Jahren lagen diese Zahlen bei 12 beziehungsweise 36 Prozent.

Für die repräsentative Studie „Der Substanzkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Ergebnisse des Alkoholsurveys 2021 zu Alkohol, Rauchen, Cannabis und Trends“ wurden den Angaben zufolge 7.002 junge Menschen bundesweit zwischen April und Juni 2021 befragt. © kna/aerzteblatt.de

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