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Uniklinikum Leipzig bietet Online-Therapie für Altenpflegekräfte mit Burnout

Freitag, 24. Juni 2022

/picture alliance, Jan Woitas

Leipzig – Eine Online-Schreibtherapie speziell für Altenpflegekräfte mit Burnout-Symptomen bietet das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) an. „Die vergangenen, von der Pandemie geprägten Jahre waren gerade für das Personal in Altenpflegeeinrichtungen sehr belastend“, erläuterte Anette Kersting, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am UKL.

Die Organisation von Kontakt- und Besuchsverboten, die Gefahr, sich selbst mit SARS-CoV-2 zu infizieren, und viele Todesfälle in den Einrichtungen hätten viele Pflegekräfte erschöpft. Meist verschärften sich in solchen Situationen auch bereits bestehende Konflikte am Arbeitsplatz, was die Belastung für den Einzelnen weiter erhöhe.

„Wir müssen davon ausgehen, dass daher einige der Beschäftigten jetzt mit den Folgen in Form eines Burn­outs zu kämpfen haben“, ist Kersting überzeugt. Dieses Ausgebranntsein äußere sich unter anderem in emo­tionaler Erschöpfung, verringerter Leistungsfähigkeit und einer übermäßigen Distanzierung gegenüber dem Berufsalltag.

Das Team um Kersting bietet daher jetzt ein kostenfreies schreibbasiertes Online-Therapieprogramm an. Es dauert etwa sechs Wochen und kann zeitlich und räumlich frei gestaltet werden. Während dieser Zeit erhalten die Teilnehmer Informationen rund um die Erkrankung und ihre Ursachen, lernen Maßnahmen zum Abbau von Stress- und Burnout-Syndromen und reflektieren belastende Situationen anhand von elf Schreibaufgaben.

Begleitet werden sie dabei von einer psychologischen Fachkraft, die im schriftlichen Austausch Feedback gibt und berät. Das Programm arbeitet mit den Methoden der Verhaltenstherapie, der Stressbewältigung und auf der Basis der vorliegenden Erkenntnisse zu schreibbasierten Onlineprogrammen.

„Die Erfahrungen zeigen, dass unsere Teilnehmer von der Begleitung durch die Online-Therapie sehr profitie­ren und wir so auch ohne den direkten persönlichen Kontakt wirksam helfen und beraten können“, so Kersting. © hil/aerzteblatt.de

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