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SARS-CoV-2-Impfstoff Nuvaxovid: Diese Nebenwirkungen wurden erfasst

Montag, 27. Juni 2022

/MB.Photostock, stock.adobe.com

Bonn – Der Proteinimpfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax ist seit dem 25. Februar dieses Jahres in Deutschland verfügbar. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) berichtet jetzt im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit über die gemeldete Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen.

Der Impfstoff besteht aus dem rekombinanten Spikeprotein der Ursprungsvariante von SARS-CoV-2 und einem Adjuvans. Er löst im menschlichen Organismus die Produktion neutralisierender Antikörper und eine T-Zell-Antwort gegen das Spikeprotein aus. Für eine vollständige Grundimmunisierung werden zwei Impfdosen im Abstand von drei Wochen intramuskulär verabreicht.

Das PEI hat in Deutschland bis zum 27. Mai 2022 über das Spontanmeldesystem 696 Verdachtsfälle von Nebenwirkungen nach Nuvaxovid-Impfung erfasst. 73 Prozent wurden von Verbrauchern und 27 Prozent aus medizinischen Fachkreisen gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt waren 120.989 Impfdosen verabreicht worden. Die Melderate von Verdachtsfällen auf Impfnebenwirkungen liegt damit bei 58 Verdachtsfallmeldungen pro 10.000 Impfdosen.

Die Verdachtsmeldungen betrafen in 507 Fällen Frauen (73 Prozent) und in 185 Fällen Männer (27 Prozent), wobei die Impfungen mit Nuvaxovid sich zu 55 Prozent auf Frauen und 45 Prozent auf Männer verteilen.

Reaktionen traten in 58 Prozent der Fälle nach Erstimpfung und in 33 Prozent der Fälle nach Zweitimpfung auf. In einem Fall wurden sie nach einer Boosterimpfung beobachtet, wobei hier die Grundimmunisierung mit einem anderen Impfstoff erfolgt war. Bei neun Prozent der Meldungen wurde nicht berichtet, um welche Impfung es sich handelte.

In 107 Fällen wurden schwerwiegende unerwünschte Reaktionen gemeldet: 42 Patienten wurden im Kran­ken­haus behandelt. Die häufigsten unerwünschten Reaktionen waren Kopfschmerzen (18,3 Fälle pro 10.000 Impfdosen), Ermüdung (15,9 Fälle pro 10.000 Impfdosen) und Schmerzen an der Injektionsstelle (9,4 Fälle pro 10.000 Impfdosen).

Insgesamt waren 44 Prozent aller gemeldeten Symptome zum Zeitpunkt der Verdachtsfallmeldung wieder vollständig abgeklungen beziehungsweise gebessert. 42 Prozent der berichteten Symptome wurden zum Meldezeitpunkt als anhaltend beschrieben und in zwölf Prozent der Fälle wurde hierzu keine Angabe ge­macht. Zwei Prozent der Meldenden beschreiben bei grundsätzlich abgeklungener Symptomatik einen bleibenden Schaden. Im Beobachtungszeitraum wurde kein Todesfall gemeldet. © hil/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #1976
barabasch-riedel
am Montag, 27. Juni 2022, 20:58

Ja und nun ??

Um vernünftig debattieren zu können, braucht's die identisch erhobenen Zahlen von den anderen in der BRD zugelassenen Imspftoffen ! Nur so wird ein Schuh draus !
LNS
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