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Politik

Bayern schafft FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn ab

Dienstag, 28. Juni 2022

/PixelboxStockFootage, stock.adobe.com

München – Trotz der wieder steigenden Coronazahlen entfällt Anfang Juli in Bayerns Bussen und Bahnen im Nahverkehr die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Das Kabinett beschloss heute in München zwar, dass die Coronaverordnung um weitere vier Wochen verlängert wird, jedoch reicht dann zur Erfüllung der Masken­pflicht eine medizinische Maske.

Die aktuelle Verordnung gilt noch bis zum 2. Juli. Es ist davon auszugehen, dass die neue Regelung dann di­rekt im Anschluss gelten wird. „Nach mehr als zwei Jahren Coronapandemie ist es wichtig, dass wir unsere Regelungen immer wieder auf den Prüfstand stellen und an die neuen Umstände anpassen“, sagte Gesund­heitsminister Klaus Holetschek (CSU) in München.

In den heißen Sommermonaten wie derzeit und unter den aktuellen Bedingungen sei es verhältnismäßig, die Maskenvorschriften so anzupassen, dass jeder selber entscheiden könne, ob er eine FFP2-Maske oder eine medizinische Maske tragen wolle.

„Ganz wichtig ist: Die Maskenpflicht im ÖPNV bleibt bestehen! Wir brauchen weiterhin Schutzmaßnahmen angesichts des derzeitigen Infektionsgeschehens. Wir gehen nicht leichtfertig durch den Sommer“, sagte Holetschek.

Es sei aber nun die Eigenverantwortung der Bürger gefragt, sich für eine FFP2-Maske oder die OP-Maske zu entscheiden. Die „FFP2-Maske besitzt eine höhere Schutzwirkung. Aber von entscheidender Bedeutung für den Schutz ist auch, dass die Maske durchgehend korrekt getragen wird und die richtige Größe und Passform hat.“

Holetschek betonte: „Wir empfehlen weiterhin, überall dort auf FFP2-Masken zu setzen, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Aber auch medizinische Masken bieten bei durchgehend korrektem Tragen einen Schutz, und es bleibt den Bürgerinnen und Bürgern freigestellt, auch diese zu verwenden.“

Aktuell liegt die vom Robert-Koch-Institut (RKI) für Bayern angegebene Sieben-Tage-Inzidenz bei 564 Neu­in­fektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tage. Das sind gut 70 weniger als im bundesweiten Durch­schnitt.

Binnen einer Woche ist der Wert im Freistaat allerdings um gut 38 Prozent gestiegen. Die einzelnen Tages­werte schwanken inzwischen zwar deutlich, weil an den Wochenenden keine Fälle mehr gemeldet werden, die Tendenz ist allerdings seit einiger Zeit steigend. Vor drei Wochen lag die Inzidenz noch bei deutlich we­niger als der Hälfte des aktuellen Werts.

Der Anstieg des Infektionsgeschehens zeigt sich auch in den Testzahlen und Positivraten. Beide sind in den letzten Wochen wieder deutlich gestiegen. © dpa/aerzteblatt.de

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