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Ausland

Gericht bescheinigt Frankreich Fehler im Coronamanagement

Mittwoch, 29. Juni 2022

/picture alliance, Sebastian Kahnert

Paris – Das Verwaltungsgericht von Paris hat dem französischen Staat Versäumnisse im anfänglichen Pande­miemanagement sowie beim Vorbeugen der Coronakrise bescheinigt. Es sei ein Fehler gewesen, vor dem Ausbruch der Pandemie keinen ausreichend großen Vorrat an Masken angelegt zu haben, entschied das Ge­richt gestern.

Falsch seien auch Regierungsaussagen zu Beginn der Krise gewesen, wonach das Tragen einer Maske für die allgemeine Bevölkerung unnütz sei. Dies habe im Widerspruch zu verfügbaren wissenschaftlichen Daten gestanden.

Mehrere Erkrankte und Hinterbliebene von Menschen, die in Folge einer Coronainfektion gestorben waren, hatten sich an das Gericht gewandt. Ihre Forderungen auf Schadenersatz wies das Gericht zurück: Es gebe keinen ausreichend direkten Zusammenhang zwischen den begangenen Fehlern des Staats und der Infektion der Menschen.

Auch entschied das Gericht, dass die Regierung bei der vorsorglichen Lagerung von Desinfektionsmittel keine Fehler begangen habe. Die Bevölkerung sei nicht zu spät in den Lockdown geschickt und großflächig getestet worden. Das Gericht beschäftigte sich nur mit dem Zeitraum bis Mai 2020.

Frankreich war anfangs besonders stark von der Coronapandemie betroffen. Mitte März 2020 verhängte die Regierung einen strikten Lockdown. © dpa/aerzteblatt.de

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