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Ärzteschaft

Palliativmediziner für Kostenübernahme der Sprachmittlung

Donnerstag, 30. Juni 2022

/picture alliance, Jens Büttner

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat sich dafür ausgesprochen, die Kosten „für den Einsatz von qualifizierten und professionellen Sprachmittlern in der Hospiz- und Palliativversorgung“ regelhaft zu erstatten.

„Unsere Patientinnen und Patienten wollen und müssen nicht nur Diagnose und Therapieansätze verstehen, sondern auch, was ihnen an Optionen zum Beispiel in der Hospiz- und Palliativversorgung angeboten wird“, sagte die Präsidentin der Fachgesellschaft, Claudia Bausewein.

„Sprachmittler“ sind Personen, die neben der Sprache der Betroffenen unter anderem auch Wissen über das Gesundheitssystem und über Erkrankungen mitbringen.

Die Sprachmittlung zwischen Mutter- und Fremdsprache müsse auch für Gespräche im Vorfeld von Therapie­entscheidungen zur Verfügung stehen, die den Weg in die Hospiz- und Palliativversorgung ebneten, sagten Asi­ta Behzadi und Elizabeth Schmidt-Pabst, Sprecherinnen der Arbeitsgruppe Palliativversorgung für Men­schen mit Migrationshintergrund in der DGP.

SPD, Grüne und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag formuliert, dass Sprachmittlung im Kontext notwen­diger medizinischer Behandlung Bestandteil des fünften Sozialgesetzbuches werden soll.

„Unklar bleibt, wie die konkrete Ausgestaltung erfolgen soll, was als eine ‚notwendige medizinische Behand­lung‘ definiert werden kann und was das für die Versorgung am Lebensende bedeutet“, so Behzadi und Schmidt-Pabst. Die DGP fordert, die Willensbekundung im Koalitionsvertrag zu konkretisieren und zügig umzusetzen. © hil/aerzteblatt.de

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