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Medizin

Affenpocken: Viele Oberflächen im Isolationszimmer sind kontaminiert

Freitag, 1. Juli 2022

/lassedesignen, stock.adobe.com

Hamburg – Die Affenpocken, die sich derzeit bei Männern, die Sex mit Männern haben, ausbreiten, können auch das Gesundheitspersonal infizieren. Eine Studie in Eurosurveillance (2022; DOI: 10.2807/1560-7917.ES.2022.27.26.2200477) belegt, dass die Viren verschiedene Oberflächen im Krankenzimmer kontami­nieren und dort auch überleben können.

Die derzeitige Epidemie, die bisher größte außerhalb von Afrika, ist noch nicht vorüber. Nach den jüngsten Zahlen des „European Centre for Disease Prevention and Control“ (ECDC) wurden bis zum 28. Juni aus 31 Ländern 4.177 Erkrankungen gemeldet, darunter 838 aus Deutschland.

In 10 Fällen hat sich das Gesundheitspersonal infiziert. Da die Erkrankung in der Regel milde verläuft und bisher keine Todesfälle aufgetreten sind, besteht kein Grund zur Panik.

Vorsicht ist nach Ansicht von Johannes Knobloch, dem Leiter des Arbeitsbereichs Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), dennoch geboten.

Die Forscher haben die Krankenzimmer von 2 Patienten untersucht, die am UKE behandelt wurden. Die Pa­tienten waren in Isolationszimmern mit Umkleideschleuse untergebracht. Die Beprobung fand am 4. Tag des Aufenthalts statt.

Virusgene wurden an allen Oberflächen gefunden, die Patienten typischerweise im Krankenzimmer berühren. Am höchsten war die Kontamination in den Badezimmern, dort vor allem am Wasserhahn, am Bedienhebel des Seifenspenders und auf den Toilettensitzen.

In den Zimmern waren vor allem die Licht- und andere Kontrollschalter kontaminiert sowie die Tür- und Fenstergriffe. Auch auf den Sitzflächen von Stühlen und auf dem Display des Mobiltelefons waren Virusgene nachweisbar. Auch die Wäschestücke der Patienten und die Matratzenbezüge waren kontaminiert.

Auch wenn das Ansteckungsrisiko in der Praxis gering ist, sollten doch die Schutzmaßnahmen beim Umgang mit infektiösen Patienten strikt eingehalten werden, rät Knobloch. © rme/aerzteblatt.de

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