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Politik

Linke will Anerkennung aller Euthanasie-Opfer

Freitag, 1. Juli 2022

In einem Ordner in der Gedenkstätte Grafeneck sind in Gomadingen-Grafeneck (Baden-Württemberg) die Namen der durch die Nazis ermoderten Opfer zu sehen. Grafeneck gilt als erster Ort, an dem Menschen systematisch und „industriell“ ermordet wurden. Hier starben 10.654 körperlich oder geistig Behinderte./picture alliance, Daniel Naupold

Berlin – Die Linksfraktion im Bundestag setzt sich für die Anerkennung von allen Opfern der sogenannten Euthanasie der Nationalsozialisten und von Zwangssterilisation ein.

In einem Antrag fordert sie die Bundesregierung auf, den Opfern der geplanten und vollendeten Ermordung während der NS-Euthanasie-Programme zwischen 1939 und 1945 in Grafeneck (Baden-Württemberg), Bran­denburg/Havel (Brandenburg), Bernburg (Sachsen-Anhalt), Hadamar (Hessen) und Sonnenstein (Sachsen) ein würdiges und angemessenes Gedenken zu bereiten.

Zudem müsste die Opfergruppe der Verfolgten und Ermordeten angemessen im nationalen Gedenkstätten­kon­­zept des Bundes berücksichtigt werden. Darüber hinaus solle die gesellschaftspolitische Bildung über diese Opfergruppe und die damaligen Täter ausgebaut und ein digitaler Gedenk- und Informationsort mit der na­mentlichen Nennung der Opfer und deren Leidensgeschichte in kommentierter Weise geschaffen werden.

Die Linke verweist darauf, dass die Mehrzahl der Zwangssterilisierten und Euthanasie-Geschädigten nach 1945 keine angemessene Wiedergutmachung für das ihnen zugefügte Leid erhalten hätten. Ihre Traumatisie­rung und Stigmatisierung sowie ihre gesundheitlichen Schäden würden bis heute in der Öffentlichkeit zu wenig wahr­genommen. © kna/aerzteblatt.de

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