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Politik

Bürger sollen von Digitalisierung im Gesundheitswesen profitieren

Dienstag, 5. Juli 2022

/j-mel, stock.adobe.com

Berlin – Die Menschen in Deutschland sollen unabhängig von den individuellen Voraussetzungen umfassend von den Potenzialen der Digitalisierung für eine bessere Gesundheitsversorgung profitieren. Dies sichert ein dem Deutschen Ärzteblatt vorliegender Entwurf für eine Digitalstrategie zu.

Das Strategiepapier wurde unter Leitung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) erarbeitet und subsumiert im Wesentlichen Inhalte des Koalitionsvertrages der Ampelkoalition, welche sich dem Stich­punkt des dort angekündigten „umfassenden digitalen Aufbruch“ zuordnen lassen.

Im Jahr 2025 wolle man sich daran messen lassen, ob das Gesundheitswesen die Potenziale der Digitalisie­rung besser ausschöpft und die Menschen davon „umfassend“ im Sinne einer besseren Versorgung profitieren, heißt es im Entwurf. Die bessere Gesundheitsversorgung solle „ethisch verantwortlich“ erreicht werden.

Man werde dafür eine spezielle Digitalisierungsstrategie für den Bereich der Gesundheit und Pflege erarbei­ten – und zwar „im Dialog mit allen relevanten Akteuren“. Ein besonderer Fokus soll dabei auf der Perspektive der Nutzer liegen. Insgesamt bleibt der Entwurf inhaltlich allerdings recht vage.

Unter anderem sollen Grundlagen für eine Recht der Patienten auf Interoperabilität und Datensouveränität geschaffen werden. Zudem wolle man die Entwicklung von neuen Technologien in der Biotechnologie und der angewandten lebenswissenschaftlichen Forschung sowie digitalen Gesundheitsinnovationen vorantreiben.

Eine „intelligente, verantwortungsvolle und standortübergreifende Nutzung digitalisierter Gesundheitsdaten“ soll dazu beitragen, die medizinische Forschung und Patientenversorgung zu verbessern. In diesem Zusam­men­hang wird in dem Papier auf das Vorhaben verwiesen, die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung medizinischer Daten forschungskompatibel weiterzuentwickeln.

Dabei solle auf den Erfahrungen der Medizininformatikinitiative und des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) aufgebaut werden. Eine Dateninfrastruktur zur standortübergreifenden Nutzung von Gesundheitsdaten durch Universitätskliniken soll bis 2025 einsatzbereit sein.

Strukturell sollen zudem elektronische Patientenakte (ePA) und elektronisches Rezept (E-Rezept) weiter vo­rangetrieben sowie das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) sukzessive weiter ausgebaut werden.

Für die Pflege wird die Schaffung von Grundlagen für eine vollelektronische Abrechnung im ambulanten Bereich und die Erprobung von Telepflege angekündigt.

Über den Bereich der Gesundheitsversorgung hinaus enthält das Strategiepapier auch Inhalte etwa zur digita­len Verwaltung und zur grundlegenden digitalen Infrastruktur. Bis 2025 soll demnach die Anzahl der Glasfa­ser­anschlüsse verdreifacht und mindestens die Hälfte der Haushalte und Unternehmen mit entsprechenden Anschlüssen versorgt werden. Bis 2030 soll dann „jeder in Deutschland Zugang zum Gigabitnetz“ haben. © aha/aerzteblatt.de

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