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Offene Fragen zum TI-Konnektortausch

Freitag, 15. Juli 2022

/Gorodenkoff, stock.adobe.com

Berlin – Die Konnektoren für die Telematikinfrastruktur (TI) müssen ab Herbst diesen Jahres nach und nach ausgetauscht und durch neue Geräte ersetzt werden. Der Grund sind nach fünfjähriger Nutzungszeit aus­lau­fende Sicherheitszertifikate.

Laut Gematik habe sich in der Abstimmung aller Beteiligten ein Hardwaretausch aller etwa 130.000 Konnek­toren als insgesamt planungssicherste Lösung herausgestellt – entsprechend fiel Ende Februar der Beschluss der Gematik-Gesellschafter aus.

Das IT- und Tech-Magazin c´t berichtet allerdings aktuell im Zusammenhang mit dem anstehenden TI-Kon­nektortausch, dass ein kompletter und kostenintensiver Hardwaretausch durchaus vermeidbar wäre.

Demnach bestünde auch bei der KoCoBox des Herstellers CGM die Option, gSMC-K-Karten mit frischen Sicher­heitszertifikaten zu erstellen und diese in den entsprechenden Steckplätzen des Konnektors auszutauschen.

Die TI-Konnektoren der Hersteller RISE und Secunet würden sogar eine Zertifikatsverlängerung per Software unterstützen – das Unternehmen RISE bestätigte die Machbarkeit dieser Option gegenüber der c´t ausdrück­lich.

Die Gematik erklärte auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes, die Gesellschafterversammlung der Gematik habe sich einstimmig für den Konnektortausch „als einzig verlässlich umsetzbare Lösung“ entschieden. In diesem Rahmen seien verschiedene mögliche Varianten geprüft und in Betracht gezogen worden. Die im Bericht vorgeschlagene Lösung, die gSMC-Karten auszutauschen, stellt aber nach Einschätzung der gematik keine Lösung für den Einsatz in den Praxen dar, da unter anderem die Sicherheitsvorgaben verletzt werden.

Unab­hängig davon arbeite man an der TI 2.0, die ohne die Konnektoren in den Praxen funktioniere. Laut aktueller Planung soll dies bis Ende 2025 erfolgen.

Mögliche weitere Gründe für den Hardwarekompletttausch könnten in der Befürchtung liegen, dass etliche Arztpraxen bei etwaigen Fehlern bei der Verlängerung der Zertifikate mittels Fernwartung von der TI getrennt werden.

Zudem wäre eine Verlängerung der Zertifikate durch ein Update aufgrund von Vorgaben des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nur für zwei Jahre möglich – unter Umständen bliebe also eine zeitliche Lücke bis zur flächendeckenden Umsetzung der TI 2.0. © aha/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #672734
isnydoc
am Donnerstag, 21. Juli 2022, 12:24

Facebook-Gruppe öffentlich "Ärztliche Berufspolitik"

"Dieser Inhalt ist derzeit nicht verfügbar
Dies passiert, wenn der Eigentümer den Beitrag nur mit einer kleinen Personengruppe teilt oder er geändert hat, wer ihn sehen kann. Es kann auch sein, dass der Content inzwischen gelöscht wurde."

Setzt dazu hohe Standards und pflegt mit seinen Admins eine sehr eigene Interpretation von "Meinungsfreiheit" gemäss Art. 5 GG.
Avatar #672734
isnydoc
am Donnerstag, 21. Juli 2022, 12:19

Wo findet Diskussion dazu statt?

Avatar #88767
fjmvw
am Montag, 18. Juli 2022, 11:50

Völlig souverän: Gematik beantwortet keine Fragen :-)

Die Gematik beschließt etwas, was den Praxen sehr viel Ärger und sehr hohe Kosten einbringt, weil es angeblich keine (technischen) Alternativen dazu gibt.

Dann stellen IT-Experten fest, und 2 von 3 Herstellern sehen eh kein Problem darin, dass die Behauptung, es gäbe keine Alternativen, schlicht falsch ist. Konfrontiert mit der Aussage, schweigt die Gematik.

Angesichts von so viel Inkompetenz bleibt der Gematik gar nichts anderes übrig, als die Klappe zu halten. Was für eine grandiose Versagertruppe!
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