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WHO Europa befürchtet schwierigen Corona-Herbst und -Winter

Dienstag, 19. Juli 2022

/peterschreiber.media, stock.adobe.com

Kopenhagen – Angesichts schnell ansteigender Infektionszahlen rechnet das Europa-Büro der Weltgesund­heitsorganisation WHO mit einer herausfordernden Coronalage im Herbst und Winter.

Es sei völlig klar, dass man sich in einer ähnlichen Situation wie im vergangenen Sommer befinde, erklärte heute WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Nur sei die Situation jetzt angetrieben von den Omikron-Sublinien BA.2 und BA.5, die leichter übertragbar seien als die vorherigen.

Mit steigenden Fallzahlen beobachte man auch einen Anstieg der Krankenhauseinlieferungen. Diese Situation werde sich verschärfen, wenn das neue Schuljahr beginne, Reisende aus dem Urlaub zurückkehrten und sich die Menschen mit zunehmend kälterem Wetter wieder vermehrt drinnen treffen werden.

Für Deutschland verzeichnete das Robert-Koch-Institut (RKI) zuletzt ein Plateau bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Allerdings seien auch bei gleichbleibenden Fallzahlen weitere Anstiege von schweren Erkrankungen, Hospi­ta­lisierungen und Todesfällen zu erwarten, heißt im jüngsten Wochenbericht.

Die Zahl neuer Coronafälle in der WHO-Region Europa mit ihren 53 Ländern hat sich Kluge zufolge in den vergangenen sechs Wochen verdreifacht. Allein in der vergangenen Woche seien fast drei Millionen Neuin­fektionen gemeldet worden, was fast der Hälfte aller weltweiten Neuinfektionen entsprochen habe.

Regierungen und Gesundheitsbehörden müssten jetzt handeln, um für die kommenden Monate gewappnet zu sein, unter anderem bei der Überwachung der Pandemie, warnte Kluge. Warte man bis zum Herbst, sei es zu spät.

Der Belgier gab dabei preis, dass er vor zwei Wochen erstmals selbst an Corona erkrankt gewesen sei. Er habe drei schreckliche Tage und Nächte mit hohem Fieber, Schüttelfrost und Atemnot verbracht. © dpa/aerzteblatt.de

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