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Politik

Hilfsmittel kosten Kassen zehn Milliarden Euro

Freitag, 22. Juli 2022

/Dragana Gordic, stock.adobe.com

Berlin – Die Krankenkassen haben im vergangenen Jahr rund zehn Milliarden Euro für Hilfsmittel wie Hörge­räte, Stützstrümpfe oder Beinprothesen ausgegeben. In 80 Prozent der Fälle fielen keine Mehrkosten an – jeder fünfte Versicherte zahlte im Schnitt in den anderen Fällen 136 Euro dazu, wie der GKV-Spitzenverband heute in Berlin mitteilte.

Im Jahr 2020 gaben die Kassen rund neun Milliarden Euro für Hilfsmittel aus und der Anteil, den Versicherte aus eigener Tasche finanzieren mussten, lag bei durchschnittlich 132 Euro. 2019 waren es 8,6 Milliarden Euro bei 118 Euro Mehrkostenanteil.

Mehrkosten werden in der Regel fällig, wenn Patienten ein Hilfsmittel wählen, das über die medizinisch not­wendige Ausstattung hinaus geht. Diese Mehrkosten zahlen die Krankenkassen nicht.

Ein Beispiel sind Kompressionsstrümpfe, die üblicherweise mehrkostenfrei sind. Es gibt aber auch teurere Modelle mit Spitzenrand oder in Modefarben. Den Aufschlag dafür trägt dann der oder die Versicherte selbst. Gleiches gilt für Hörgeräte mit besonderer Ausstattung.

Die Summe aller dokumentierten Mehrkosten betrug im vergangenen Jahr etwa 826 Millionen Euro. Die Spanne war dabei groß. Mit rund 1.339 Euro Mehrkosten rangieren nach wie vor die Hörhilfen an erster Stelle, während es zum Beispiel bei den Inhalations- und Atemtherapiegeräten durchschnittlich knapp 31 Euro, bei Gehilfen 157 Euro und bei Armprothekse rund 189 Euro waren. © kna/aerzteblatt.de

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