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Krankenhäuser versorgen wieder mehr Coronapatienten

Dienstag, 26. Juli 2022

/picture alliance, Jens Büttner

Berlin – Die Coronawelle läuft – und sie kommt mittlerweile in den Krankenhäusern der Bundesländer an. Das zeigen neue Zahlen aus Bayern und Brandenburg.

In bayerische Krankenhäuser kommen derzeit mehr Patienten mit SARS-CoV-2 als auf dem Höhepunkt der letzten größeren Infektionswellen. Sogar der Wert vom Höhepunkt der Delta-Welle wird übertroffen, wie aus Daten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervorgeht.

Stand gestern lag die Zahl der Hospitalisierungen binnen sieben Tagen bei 1.356. Das sind gut 100 mehr als auf dem Delta-Höhepunkt. Am vergangenen Samstag hatte der Wert mit 1.494 sogar noch höher gelegen – übers Wochenende sinkt er häufig.

Hauptsächlich geht es dabei allerdings um Patienten auf Normalstationen. Die Zahl der Fälle auf Intensiv­sta­tio­nen steigt zwar derzeit steil an, mit laut Intensivregister 262 (Stand gestern) liegt sie aber noch weit unter den mehr als 1.000 auf dem Höhepunkt der Delta-Welle, während der die Intensivstationen in Bayern über­las­tet waren.

Im bayerischen Gesundheitsministerium beobachtet man die Entwicklung: Der Anstieg binde auch auf den Normalstationen verstärkt Personal. „Überdies kommt es beim Klinikpersonal laut Rückmeldungen aus der Praxis aktuell zu erheblichen krankheits- und isolationsbedingten Ausfällen, deren Intensität in jüngster Vergangenheit zugenommen hat.“

Zudem zeige die „aktuell sehr angespannte Situation in den bayerischen Krankenhäusern“, dass die Bundes­regierung „die Vorbereitungen auf eine mögliche neue Coronawelle im Herbst dringend beschleunigen“ müs­se.

Ob die in der Statistik gezählten Patienten nur mit oder wegen Corona ins Krankenhaus kommen, lässt sich allerdings nicht trennscharf beantworten, wie das Gesundheitsministerium erklärt. Meldepflichtig sei „jede Hospitalisierung in Bezug auf COVID-19“.

Das bedeute, dass es einen Zusammenhang gebe, nicht aber, dass sicher sei, dass Corona auch die Ursache für die Einlieferung sei. Sei allerdings klar, dass die Ursache eine andere ist – beispielsweise wenn ein Patient wegen eines Verkehrsunfalls aufgenommen und positiv getestet werde – sei die nicht meldepflichtig.

Auch in Brandenburgs Krankenhäusern ist die Zahl der Coronapatienten deutlich gestiegen. Heute meldete das Gesundheitsministerium des Landes 548 Menschen, die mit einer COVID-19-Erkrankung in Kliniken be­handelt werden, davon 43 auf Intensivstationen. Das sind etwa drei Mal so viele wie Ende Mai. Vor einer Woche waren es noch 429 Coronapatienten in den Kliniken, davon 36 auf Intensivstationen.

Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz sprang heute vom roten Alarmwert in den lila Bereich: Innerhalb einer Woche wurden demnach pro 100.000 Einwohner rechnerisch 10,19 COVID-19-Patienten in Kliniken auf­genommen. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 7. Der rote Bereich liegt zwischen den Werten 6 und 9.

Der lila Alarmwert habe aber keine Auswirkungen auf die Coronamaßnahmen, erläuterte der stellvertretende Ministeriumssprecher Dominik Lenz. Denn das bis 23. September gültige Bundesinfektionsschutzgesetz er­laubt nur Basisschutzmaßnahmen wie Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr sowie Masken- und Test­pflicht in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. © dpa/aerzteblatt.de

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