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Politik

Streit um Hitzeschutz in Pflegeheimen in Nordrhein-Westfalen

Montag, 1. August 2022

/WestPic, stock.adobe.com

Düsseldorf – Die Opposition verstärkt den Druck auf Nordrhein-Westfalens (NRW) Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in Sachen Hitzeschutz in Pflegeheimen.

Das Gesundheitsministerium hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass die Heime dafür selbst zuständig seien und es keine zusätzlichen Gelder geben werde. Gleichzeitig soll in Krankenhäusern bei dem Thema stark investiert werden. Die SPD im Landtag hält es für falsch, dass die Pflegeheime alleine gelassen werden.

„Die Klimaanpassungsmaßnahmen der Landesregierung dürfen sich nicht nur auf Krankenhäuser beschrän­ken. Auch die Pflegeheime brauchen hier dringend Unterstützung“, sagte die stellvertretende SPD-Fraktions­chefin Lisa-Kristin Kapteinat.

Laumann könne die Verantwortung nicht einfach auf die Einrichtungen schieben. „Er muss auch selbst tätig werden und die Initiative ergreifen. Das erwarten die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen völlig zurecht von ihm.“

Kapteinat will über eine Kleine Anfrage nun von der Regierung wissen, ob sie Möglichkeiten für ein Sonder­vermögen sieht, um Temperaturanpassungsmaßnahmen schnell umzusetzen. Ein entsprechendes Sonder­ver­mö­gen hatte jüngst Frank Hensel, Direktor des Diözesan-Caritasverbandes im Erzbistum Köln, in der Rhei­nischen Post gefordert. © dpa/aerzteblatt.de

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