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Obduktion toter Impfärztin aus Österreich bestätigt Suizidverdacht

Donnerstag, 4. August 2022

Seewalchen – Auf Wunsch ihrer Angehörigen ist die Leiche der über Monate von Impfgegnern bedrohten öster­reichischen Ärztin Lisa-Maria K. nun doch obduziert worden. Dabei wurden dem gestern veröffentlichten Ergeb­nis zufolge keine Hinweise auf das Einwirken anderer Menschen gefunden. Es werde deshalb weiter von Suizid ausgegangen, teilte die Staatsan­waltschaft in Wels mit.

Angehörige der Ärztin hatten die Obduktion gefordert, deren vorläufiges Ergebnis nun veröffent­licht wurde. Das schriftliche Gutachten und die chemisch-toxikologischen Unter­suchung­sergebnisse würden allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen, erklärte die Staatsanwaltschaft nach Angaben der Nachrichtenagentur APA.

Die österreichische Impfärztin war am vergangenen Freitag tot in ihrer Praxis im Bezirk Vöcklabruck aufge­fun­den worden. Sie hatte unter anderem auf ihrer Webseite von monatelangen Einschüchte­rungen bis hin zu Mord­drohungen „aus der COVID-Maßnahmen- und Impfgegnerszene“ berichtet – und schließlich unter Berufung darauf ihre Praxis geschlossen.

Arbeitsbedingungen, „wie wir sie die letzten Monate erlebt haben“, seien niemandem zuzumuten, hatte die Ärztin Ende Juni zur Begründung bei Twitter geschrieben. Sie stand Berichten zufolge über längere Zeit unter Polizeischutz. In dem Fall ermittelt auch die Staatsanwaltschaft München „gegen eine männliche Person wegen des Verdachts der Beleidigung und Bedrohung“. Weitere Details wollte eine Sprecherin der Behörde gestern nicht nennen.

Einem Medienbericht zufolge soll der Mann aus Oberbayern der 36 Jahre alten Impfärztin mit Folter und Mord gedroht haben. Daneben erging auch eine Anzeige in Berlin, wie die Zeitungen der Mediengruppe Bayern unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft im österreichischen Wels berichteten.

Die Bundesregierung und Ärztevertreter hatten sich gestern „tief bestürzt“ über den Tod der Ärztin gezeigt. © afp/aerzteblatt.de

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