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Ärzteschaft

Anästhesisten warnen vor kritischen Situa­tionen in Krankenhäusern

Freitag, 5. August 2022

/picture alliance, Robin Utrecht

Nürnberg – Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat vor kritischen Situa­tionen in den Krankenhäusern durch COVID-19 gewarnt.

Auf vielen Stationen und in vielen Operationssälen fehlen der Fachgesellschaft zufolge derzeit Pflegekräfte – nicht nur durch den allgemeinen Pflegenotstand, sondern vor allem durch infizierte oder erkrankte Mitarbei­tende. Bei Ärzten zeige sich ein ähnliches Bild.

„Wir müssen uns darüber unterhalten, ob wir die derzeitigen Quarantäne-Maßnahmen so akzeptieren und damit einen Rückschritt in den medizinischen Leistungen hinnehmen wollen“, sagte DGAI-Präsident Frank Wappler.

Wie schon in den vergangenen Wellen der Coronapandemie gebe es auch jetzt wieder Einschränkungen bei den Belegungen auf den Intensivstationen und bei der Elektiv-Versorgung in den Operationssälen. „An vielen Stellen sind OP-Programme nicht mehr wie geplant durchführbar“, so Wappler.

Deshalb haben die Anästhesisten mehr „ehrliche Unterstützung“ und bessere Konzepte zur Bewältigung der Zwangslage gefordert. Konkret geht es ihnen „um echte Wertschätzung, breite Anerkennung und eine bessere Bezahlung“. Dadurch, so Wappler, könnten einige Probleme nachhaltig gelöst werden.

„Wir können nicht davon ausgehen, dass wir viele Menschen in Quarantäne stecken und auf der anderen Seite aber auch hundert Prozent medizinische Leistungen anbieten“, erklärte der Präsident. „Das wird nicht funktionieren! Und damit müssen wir uns auseinandersetzen und überlegen, ob wir das so wollen.“ © hil/sb/aerzteblatt.de

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