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Depressionshilfe in westafrikanischen Sprachen

Freitag, 5. August 2022

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Leipzig – Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe stellt die Aufklärungswebseite Ifightdepression nun auch in den westafrikanischen Sprachen Wolof und Mandinka zur Verfügung. Das Angebot richtet sich an Menschen, die in Deutschland leben und aus Gambia und auch dem Senegal migriert sind.

Die Webseite bietet grundlegende Informationen zu Depression und Anlaufstellen in Deutschland sowie hilf­reiche Strategien zur Förderung der psychischen Gesundheit und für das Selbstmanagement. Der Stiftung zu­folge leben aktuell in Deutschland mehr als 16.000 Menschen mit einer gambischen Staatsangehörigkeit.

„Aufgrund bestehender Sprachbarrieren und kultureller Unterschiede zum Beispiel im Krankheitsverständnis sowie der enormen Stigmatisierung psychischer Erkrankungen erhält die große Mehrheit der Migranten in Deutschland keine angemessene Behandlung. Hier wollen wir helfen“, sagte Ulrich Hegerl, Vorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Dazu hat die Stiftung alle Informationen mit Unterstützung der gambischen Initiative „Supportive Activists Foundation“ (SAF Gambia) an den kulturellen Kontext Westafrikas angepasst. Zudem wurden die Texte als Audios aufgenommen, da Wolof und Mandinka vor allem gesprochene und weniger geschriebene Sprachen sind. Insgesamt umfasst die Webseite laut Stiftung 16 Audios. Gesonderte Kapitel richten sich dabei an junge Menschen mit Depression und an Angehörige.

Hergerl verwies darauf, dass das Onlineangebot nicht nur von Geflüchteten in Deutschland, sondern auch vor Ort in Gambia genutzt werden kann: Ein spezielles Kapitel thematisiert die Anlaufstellen bei Verdacht auf De­pression in Gambia, so dass auch vor Ort lebende Menschen mit Depression von den Informationen profitie­ren.

Die Ifightdepression-Webseite wurde von der European Alliance Against Depression (EAAD) im Rahmen eines von der EU finanzierten Projekts entwickelt und von der Europäischen Kommission finanziert.

Insgesamt sind 18 Sprachversionen vorhanden, wie etwa Türkisch, Bulgarisch oder Albanisch. Für Deutschland hat die Stiftung Deutsche Depressionshilfe die Nutzungsrechte für die Verbreitung inne und kümmert sich auch um Sprachversionen für Migrantengruppen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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