Medizin
SARS-CoV-2: Indikatoren für einen ungünstigen Verlauf bei ECMO-Therapie
Freitag, 28. Oktober 2022
Berlin – Bestimmte klinische Charakteristika, die bei COVID-19-Patienten unter veno-venöser extrakorporaler Membranoxygenierung (VV-ECMO) auftreten, deuten auf eine ungünstige Prognose bei der weiteren Behandlung hin. Das zeigt eine Studie aus dem Universitätsklinikum Regensburg, über deren Ergebnisse im Deutschen Ärzteblatt berichtet wird (DOI: 10.3238/arztebl.m2022.0354).
Retrospektiv untersucht wurden die Daten zu 52 Patientinnen und Patienten mit Langzeit-VV-ECMO, die am Universitätsklinikum Regensburg von März 2020 bis März 2022 aufgrund eines schweren Lungenversagens bei COVID-19 behandelt worden waren.
Bei Vorliegen weitgehend übereinstimmender Ausgangsdaten zu Beginn der ECMO-Therapie wurden klinische Charakteristika gesucht, die innerhalb der ersten 30 Tage der Behandlung anhaltend oder wiederholt auftraten.
Eine anhaltende Hyperbilirubinämie als Zeichen einer anhaltenden Leberfunktionsstörung, eine persistierende schwere pulmonale Restriktion sowie eine unter Therapie fortbestehende ausgeprägte Inflammationskonstellation scheinen auf einen ungünstigen Verlauf hinzudeuten.
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aerzteblatt.de
Innerhalb der ersten 30 Tage identifizierten diese Charakteristika 46 % der Patienten, die im weiteren Verlauf verstarben, und traten nur bei den Verstorbenen auf.
26 Patienten (50 %) konnten nach der Langzeit-VV-ECMO aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ein Patient verstarb nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.
Eine Nachverfolgung über mehrere Monate ergab, dass bei der Mehrheit der Patienten trotz gewisser Einschränkungen eine subjektiv zufriedenstellende Lebensqualität und Alltagsteilhabe nach Rehabilitation bestand. © tg/aerzteblatt.de
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