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Charité sagt planbare Eingriffe bis Jahresende ab

Mittwoch, 14. Dezember 2022

/picture alliance, Simone Kuhlmey

Berlin – Aufgrund anhaltender und vieler Krankheitsfälle von Ärzten und Pflegekräften sagt die Berliner Charité bis Ende des Jahres alle verschiebbaren Operationen ab.

„Wir bedauern dieses Vorgehen“, teilte die Klinik heute mit. Dadurch wolle man ermöglichen, dass dringliche Behandlungen wie zeitkritische Tumoroperationen und Transplantationen sowie die Versorgung von Patien­tinnen und Patienten nach Schlaganfällen und Herzinfarkten durchgeführt werden könnten. Von Montag an würden zunächst bis Ende des Jahres alle sogenannten elektiven Eingriffe verschoben.

Hinzu komme, dass Personal in die Kindermedizin verlegt worden sei. Dort gibt es derzeit viele Kinder mit einer RS-Virus-Erkrankung – das respiratorische Synzytial-Virus kann vor allem für kleine Kinder und Säug­linge gefährlich sein und sorgt zurzeit für volle Kinderkliniken.

„Wir appellieren weiterhin dafür, in Innenräumen Masken zu tragen, um die Verbreitung von Infektionen einzudämmen und damit auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu entlasten“, teilte die Charité mit.

Auch am Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum werden vorübergehend keine geplanten Operationen und Behandlungen mehr durchgeführt. Das teilte das größte Krankenhaus Brandenburgs heute mit. Wie lange diese Regelung andauern werde, sei noch nicht abzusehen, sagte Sprecherin Anja Kabisch.

Die ärztliche Direktorin des CTK, Cornelia Schmidt, sprach von einer äußerst angespannten Lage. „Wir haben spürbare Personalausfälle in allen Bereichen, sowohl im ärztlichen und pflegerischen Bereich, aber auch in Transport und im Service.“

Der Fokus solle nun auf die Notfallversorgung gerichtet werden. Auch die Behandlung der Krebspatienten sowie der Kreißsaalbetrieb sollen damit gesichert werden und sind von der Maßnahme nicht betroffen. © dpa/aerzteblatt.de

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