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Industrie- und Handelskammertag für größere Trägervielfalt bei Medizinischen Versorgungszentren

Freitag, 16. Dezember 2022

/picture alliance, Fotostand, Freitag

Berlin – Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat vorgeschlagen, die Möglichkeiten der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) weiter auszubauen. So könne etwa eine größere Vielfalt an Trägern die Potenziale der MVZ stärker zur Entfaltung bringen, heißt es in einem jetzt veröffentlichten Impulspapier.

Laut DIHK sind MVZ vielerorts die Lösung für strukturelle Probleme bei der ambulanten medizinischen Versorgung. „Im Rahmen der vom Gesundheitsministerium geplanten Reformen bei der Versorgung, ist der Zeitpunkt ideal, jetzt auch die Potenziale von MVZ stärker zu nutzen”, sagte Achim Dercks, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Es gehe darum, neben einer erleichterten kommunalen MVZ-Gründung auch anderen Akteuren die Beteiligung an der Versorgungsstruktur zu gewähren. Dies fördere den Qualitätswettbewerb, und es werde ein wesentlicher Beitrag zu einer innovativen Gesundheitsversorgung geleistet. „Zudem ist der Investitionsbedarf in der Gesundheitsversorgung sehr hoch. Hier können private Investoren ansetzen und so Versorgungslücken schließen – vor allem auch im ländlichen Raum“, verwies Dercks.

Dem DIHK-Hauptgeschäftsführer zufolge würde das bedeuten, dass auch andere Akteure wie Apotheken, stationäre und ambulante Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Sanitätshäuser die Möglichkeit erhalten, ein MVZ als alleiniger Träger oder gemeinsam mit anderen Leistungserbringern zu gründen.

Auch Privatärzte sollten MVZ mitbetreiben dürfen. Dadurch ergäben sich mehr Gestaltungsmöglichkeiten für regionale Trägerkombinationen – zum Beispiel eine gemeinsame Gründung durch Ärztenetz, Apotheke und Sanitätshaus.

„Jedes wirtschaftlich gesunde MVZ ist zugleich eine Investition in eine nachhaltige medizinische Versorgungsstruktur, die für eine alternde Gesellschaft unverzichtbar ist“, so Dercks. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass finanzielle Ressourcen im Gesundheitswesen effizient eingesetzt werden. Schließlich seien die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung „ein wesentlicher Kostenfaktor für die gewerbliche Wirtschaft“. © hil/sb/aerzteblatt.de

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