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Medizin

Clusterkopfschmerz unterscheidet sich bei Männern und Frauen

Dienstag, 24. Januar 2023

/madesapix, stock.adobe.com

Stockholm – Clusterkopfschmerzen treten bei Männern häufiger auf als bei Frauen. Eine neue Studie deutet aber darauf hin, dass die Erkrankung bei Frauen möglicherweise schwerer ist. Das berichtet eine Arbeits­gruppe vom Karolinska Institutet in Stockholm in Neurology (2022; DOI: 10.1212/WNL.0000000000201688).

Clusterkopfschmerzen sind kurze, aber äußerst schmerzhafte Kopfschmerzen, die mehrere Tage oder sogar Wochen hintereinander auftreten können. Die Kopfschmerzen können zwischen 15 Minuten und drei Stunden andauern.

An der Studie nahmen 874 Personen teil, bei denen Clusterkopfschmerz diagnostiziert wurde, davon 66 % Männer und 34 % Frauen. Die Teilnehmer beantworteten einen detaillierten Fragebogen zu ihren Symptomen, Medikamenten, Kopfschmerzauslösern und Lebensgewohnheiten.

Die Attacken dauerten bei Frauen laut der Erhebung länger als bei Männern. So gaben 8 % der Frauen an, dass die Kopfschmerzattacken im Durchschnitt vier bis sieben Monate andauerten, verglichen mit 5 % der Männer, während 26 % der Frauen angaben, dass die Attacken im Durchschnitt weniger als einen Monat dauerten, verglichen mit 30 % der Männer.

Bei Frauen wurde zudem häufiger ein chronischer Clusterkopfschmerz diagnostiziert als bei Männern. Chroni­scher Clusterkopfschmerz ist definiert als wiederkehrende Clusterkopfschmerzattacken, die mindestens ein Jahr lang ohne längere Unterbrechung auftreten, oder als Kopfschmerz mit kurzen symptom­freie Phasen, die weniger als drei Monate andauern.

Bei 18% der Frauen wurde chronischer Clusterkopfschmerz diagnostiziert aber nur bei 9% der Männer. Frauen gaben auch häufiger als Männer an, dass ihre Anfälle zu verschiedenen Zeiten während des Tages auftraten (74 % zu 63 %).

„Obwohl sich das Verhältnis zwischen Männern und Frauen mit Clusterkopfschmerz im Laufe der Jahre verschoben hat, wird er immer noch hauptsächlich als eine Erkrankung von Männern angesehen, was es für Frauen mit leichteren Symptomen schwieriger macht, die Diagnose Clusterkopfschmerz zu erhalten als für Männer“, sagte Andrea Belin aus der Arbeitsgruppe. Clusterkopfschmerzen würden bei Frauen immer noch häufig falsch diagnostiziert, vielleicht weil einige Aspekte denen einer Migräne ähnelten, warnte sie. © hil/aerzteblatt.de

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