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Politik

Krankenhausreform gefährdet Geburtshilfe und Pädiatrieversorgung

Freitag, 19. Mai 2023

/bevisphoto, stock.adobe.com

Berlin – Unzureichende Arbeitsbedingungen, mangelhafte Finanzierung und ungenügende Ausbildungsangebote prägen das Berufsbild der Hebamme. Um gegenzusteuern, müsse die Regierung schnellstmöglich neue Leit­planken einziehen, forderte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Nachgang eines Fraktionsfachgesprächs zur Zu­kunft der Geburtshilfe in Deutschland.

„Das Großprojekt ‚sichere Geburt‘ kann nur gelingen, wenn Hebammen, Ärzte, Pflege, Familien und Politik zusamm­enarbeiten und im Sinne der Frauen und Familien vom Ende her denken“, sagte Emmi Zeulner, Bundestagsab­geord­nete und Berichterstatterin der CDU/CSU-Fraktion für Hebammen.

Sie kritisierte, dass in der Regierungskommission zur Krankenhausreform weder eine Hebamme noch eine Pflege­fachkraft vertreten sei und warf der Regierung vor, die Einschätzungen dieser Berufsgruppen bei der Zukunftspla­nung des Gesundheitswesens sträflich zu vernachlässigen.

Auch der Deutsche Hebammenverband appellierte angesichts des rasant zunehmenden Fachkräftemangels für bessere Rahmenbedingungen. Die bestehenden Arbeitsbedingungen und Finanzierung brächten viele Hebammen an ihre Grenzen und trügen zu einer Abwanderung in andere Berufe bei.

Zugleich gefährde die geplante Krankenhausstrukturreform nicht nur die flächendeckende Versorgung, sondern reduziere Anstellungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für Hebammen und pädiatrische Pflegekräfte.

Dabei sind nach Einschätzung der Vereinigung der Pflegenden in Bayern Ausbildungskapazitäten in der Fläche unverzichtbar, um den Flaschenhals in der pädiatrischen Pflegeausbildung zu beseitigen.

Der Verband der Leitenden Kinder- und Jugendärzte und Kinderchirurgen Deutschlands (VLKKD) warnte indes davor, dass die durch die Mindestmengenregelung geplanten Schließungen weiterer Perinatalzentren Level I nicht nur die Versorgung extremer Frühchen in der Fläche, sondern diese auch die Versorgung von Kindern mit RS-Virus gefährde. © hil/sb/aerzteblatt.de

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