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Neue Ambulanz für suizidgefährdete Menschen in Dresden

Mittwoch, 13. September 2023

/dpa

Dresden – Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hat eine spezialisierte Ambulanz für suizidgefährdete Menschen eingerichtet.

Eine Arbeits­gruppe (AG) Suizidforschung setzt sich darüber hinaus dafür ein, die Öffentlichkeit für das Thema Suizid zu sensibilisieren.

„Insbesondere das Thema Kliniksuizid beschäftigt auch die Mitarbeitenden im Dresdner Uniklinikum. Leider sind auch wir im Klinikalltag mit solchen Ereignissen konfrontiert“, sagte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Dresden.

Das Uniklinikum habe auf diese Problematik reagiert. Die Ambulanz soll die klinische und ambulante Versor­gung von suizidalen Menschen verbessern, und die die Stationsteams im Umgang mit Suizidalität unter­stützen.

„Diese Aktivität und der Schritt in die Öffentlichkeit sind extrem wichtig, denn die Suizidzahlen der vergan­genen Jahre weisen eine steigende Tendenz auf“, sagte Ute Lewitzka, Leiterin der AG Suizidforschung. Jedes Jahr versuchen sich laut der Klinik 100.000 bis 200.000 Menschen in Deutschland das Leben zu nehmen, ungefähr 9.000 Menschen sterben durch Suizid.

Michael Bauer, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums, weist da­raufhin, dass das Thema Suizidprävention auch in der Landes- und Bundespolitik angekommen ist.

So habe der Bundestag im Juli die Erarbeitung einer nationalen Suizidpräventionsstrategie beschlossen. „Die Bundes­tags­abgeordneten haben damit ein starkes Zeichen für die Suizidprävention gesetzt“, betonte Bauer. © hil/aerzteblatt.de

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