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Ausland

Internationale Hilfe für Libyen kommt in Schwung

Donnerstag, 14. September 2023

/picture alliance, AP

Bengasi – Nach den schweren Überschwemmungen im Osten Libyens mit tausenden Toten ist die internatio­nale Hilfe in Schwung gekommen. So wurde für heute ein italienisches Marineschiff zur logistischen und medizinischen Unterstützung vor der libyschen Küste erwartet. Militär­trans­portflugzeuge aus Ländern des Nahen Ostens und Europas flogen Nothilfe in das nordafrikanische Land.

Die UNO hatte zehn Millionen Dollar (etwa 9,3 Millionen Euro) Hilfsgelder für die Überlebenden der Überflu­tungen zugesagt. Die Helfer erwarteten schwierige Bedingungen durch zerstörte, blockierte und über­schwemmte Straßen, erklärte die Internationale Organisation für Migration (IOM). In der besonders be­troffe­nen Hafenstadt Darna sei die Brücke über den Fluss eingestürzt, die den Ost- mit dem Westteil der Stadt verbindet.

Die EU-Kommission hatte gestern mitgeteilt, erste Hilfsgüter aus Deutschland, Rumänien und Finnland in die Überschwemmungsgebiete gesendet zu haben. Frankreich schickte rund 40 Rettungskräfte und mehrere Tonnen medizinisches Material. Großbritannien kündigte gestern ein „erstes Paket“ mit Hilfsgeldern in Höhe von bis zu einer Million Pfund (rund 1,2 Millionen Euro) für Libyen an.

Die Türkei war eines der ersten Länder gewesen, die auf die Katastrophe reagierten. Ankara erklärte gestern, per Schiff weitere Hilfe ins Land zu senden, so etwa zwei Feldlazarette. Auch Algerien, Katar und Tunesien sagten Unterstützung zu. Die Vereinigten Arabischen Emirate schickten zwei Flugzeuge mit 150 Tonnen Hilfs­gütern. Aus Kuwait startete gestern ein Flieger mit weiteren 40 Tonnen Material.

Darna war nach dem Bruch zweier Dämme infolge des Sturmtiefs „Daniel“ zu großen Teilen überflutet worden, Häuser und Menschen wurden fortgerissen.

Satellitenbilder von Darna nach den Überschwemmungen zeigen, dass Küstenviertel fast vollständig über­flutet waren. Für den Osten Libyens war es die schlimmste Naturkatastrophe seit einem großen Erdbeben mit hunderten Toten in der Stadt Al Mardsch im Jahr 1963. Bis gestern Nachmittag waren 3.840 Todesopfer gemeldet worden. © afp/aerzteblatt.de

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